DRK-Geschäftsführer über Corona-Tests in Unternehmen
Erst der Abstrich, dann die Arbeit

Arbeitgeber sind aufgerufen, Mitarbeiter, sofern sie nicht im Homeoffice sind, Corona-Schnelltests anzubieten. Bislang belässt es die Politik in diesem Punkt noch bei Appellen, doch zunehmend wird auch über eine Verpflichtung diskutiert. Welche Angebote der DRK-Kreisverband Unternehmen macht und wie die Nachfrage ist, das verrät Geschäftsführer Christoph Schlütermann im Interview mit DZ-Redakteurin Kristina Kerstan.

Donnerstag, 08.04.2021, 18:01 Uhr aktualisiert: 08.04.2021, 18:07 Uhr
DRK-Geschäftsführer über Corona-Tests in Unternehmen: Erst der Abstrich, dann die Arbeit
Symbolbild Foto: dpa

Neben seinen Testzentren wollte der DRK-Kreisverband auch Corona-Schnelltest in Unternehmen anbieten. Wie nutzen die Betriebe das?

Christoph Schlütermann: Tatsächlich hatten wir ursprünglich die Idee, mobile Test-Teams in größere Unternehmen zu schicken, so etwa ab 20 bis 30 Mitarbeitern. Allerdings war das dann nicht so realisierbar, wie wir es uns gedacht hatten. Der Personalbedarf wäre zu groß gewesen. Aber tatsächlich sind Schnelltests gerade in vielen Betrieben Thema, auch aus Dülmen haben wir zahlreiche Anfragen. Daher bieten wir in all unseren DRK-Testzentren, neben den Bürgertests, jetzt auch sogenannte Arbeitgebertestungen an.

Was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Schlütermann: Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter über uns testen lassen wollen, können sich bei uns registrieren und bekommen dann einen Code. Die Mitarbeiter melden sich im Anschluss auf unserer Homepage ganz normal an, wie bei einem Bürgertest auch. Zusätzlich müssen sie nur den Code ihres Arbeitgebers angeben. Im Anschluss können die Mitarbeiter sich in jedem DRK-Testzentrum im Kreis testen lassen, egal ob am Heimat- oder Arbeitsort. Jeweils zum Monatsende rechnen wir dann mit den Arbeitgebern ab.

Auf welche Kosten müssen sich Arbeitgeber gefasst machen?

Schlütermann: Wir berechnen 18 Euro pro Arbeitgebertest. Das ist genau die gleiche Summe, die wir den Krankenkassen auch für einen Bürgertest in Rechnung stellen: zwölf Euro für die Durchführung inklusive Ausstellen einer Bescheinigung, sechs Euro für die Anschaffung eines Testes.

Das komplette Interview finden Sie in der Freitagsausgabe der DZ.

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