So lief die traditionelle Pestprozession
Doppelte Premiere in der Osternacht

Dülmen. Im Dunkeln durch die Nacht: Nach dem Ausfall im vergangenen Jahr konnte die traditionelle Pestprozession diesmal wieder stattfinden. Erstmals trug dabei Bürgermeister Carsten Hövekamp das Kreuz.

Montag, 05.04.2021, 15:55 Uhr aktualisiert: 05.04.2021, 16:03 Uhr
So lief die traditionelle Pestprozession: Doppelte Premiere in der Osternacht
Bürgermeister Carsten Hövekamp trug erstmals das Pestkreuz. Foto: Stadt Dülmen

Für Bürgermeister Carsten Hövekamp war es eine Premiere - in doppelter Hinsicht. Erstmals überhaupt war er bei der Pestprozession in der Osternacht dabei. Und erstmals trug er, in seiner Funktion als Stadtoberhaupt, das Pestkreuz durch die Straßen.

„Die Veranstaltung war gerade in diesen Zeiten ein schönes Zeichen. Zuversicht und die Hoffnung der Menschen auf einen Neuanfang waren für mich spürbar“, zeigte sich Hövekamp hinterher sehr beeindruckt. Auch die anschließende Messe in der St.-Viktor-Kirche habe ihm sehr gut gefallen. „Unter Corona-Bedingungen ist zwar vieles anders als gewohnt, aber ich fand diesen Auftakt in die Osterfeiertage sehr gelungen“, betonte der Bürgermeister.

Beteiligung wie vor der Pandemie

Um 5 Uhr morgens am Ostersonntag hatten sich die Teilnehmer der Prozession, begleitet von Feuerwehr und Polizei, auf dem Marktplatz getroffen. Die Beteiligung sei ähnlich gut gewesen wie 2019 vor der Pandemie, freute sich Pfarrer Markus Trautmann von St. Viktor.

An einer großen Feuerschale entzündete er zusammen mit Pfarrer Sebastian Renkhoff von der Evangelischen Gemeinde die Osterkerzen. Hier nahm Hövekamp dann das Pestkreuz entgegen.

Ostergruß vom Bürgermeister

In seinem kurzen Ostergruß griff er vor allem die Begriffe Zuversicht und Hoffnung auf. „Ja, ich bin zuversichtlich. Ich habe das Zutrauen in unsere Gesellschaft, dass es uns gemeinsam gelingen kann, diese pandemische Lage zu bewältigen“, so der Bürgermeister.

Im Anschluss ging es eine große Runde durch die Innenstadt. Dabei fehlte zwar aufgrund von Corona der Gemeindegesang. Aber Kantor Christoph Falley stimmte durchgängig die traditionelle Hymne an. Zudem kündigten helle Schellen die Osternachtsprozession auf ihrem Weg durch die ansonsten leere Innenstadt an.

Wie in den Dülmener Gemeinden Ostern unter Pandemie-Bedingungen gefeiert wurde, das lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Dienstag.

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