Sterbebegleitung in der Pandemie
Elementare Schmerzerfahrung

Dülmen. Auch nach einem Jahr hat Covid-19 nichts von seinem Schrecken verloren. Wie haben die ehrenamtlichen Sterbe- und Trauerbegleiter die vergangenen Monate mit den schlimmen Nachrichten und Bildern aus der Pandemie wahrgenommen? Darüber spricht die DZ mit Ralf Koritko und Walburga Dilkaute.

Freitag, 02.04.2021, 15:40 Uhr
Sterbebegleitung in der Pandemie: Elementare Schmerzerfahrung
Walburga Dilkaute und Ralf Koritko beschreiben im Gespräch mit der DZ, wie die Pandemie die Arbeit der Ambulanten Hospizbewegung Dülmen verändert. Foto: Claudia Marcy

Frage: Die Passionsgeschichte beschreibt einen qualvollen Sterbeprozess: Der sterbende Jesus am Kreuz, darunter seine Angehörigen, die ihn in diesen schweren Stunden begleiten. Wie stellt sich diese Situation aus Sicht von erfahrenen Sterbe- und Trauerbegleitern dar?

Walburga Dilkaute: Alles wirkliche Leben ist Begegnung, sagt Martin Buber. Das ist für uns als Trauer- und Sterbebegleiter ein Leitsatz. Die Angehörigen und Freunde von Jesus, die am Fuße des Kreuzes stehen, haben ein langes, zum Teil ihr ganzes Leben mit ihm verbracht. Und sie begleiten ihn in seinen letzten Stunden. Das ist wichtig. In dem qualvollen Sterben sehe ich eine Parallele zu Covid-19.

Ralf Koritko: Ich sehe die Distanz zwischen den Angehörigen unten am Kreuz und dem Sterbenden oben. Viele fremde Menschen stehen um sie herum. Die Angehörigen haben keine Möglichkeit, den Sterbenden zu berühren, seine Hand zu halten, ihn in den Arm zu nehmen. Das ist eine elementare Schmerzerfahrung. Heute, in Corona, ebenso wie vor 2000 Jahren.

Das ausführliche Gespräch ist in der Karfreitags-und Osterausgabe der DZ zu lesen.

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