Alle Fraktionen stimmen Entwurf zu
Haushalt für 2021 verabschiedet

Dülmen. Auf den ersten Blick sieht es für ein Krisenjahr gar nicht so schlecht aus: Durch den Griff in die Rücklage kann Bürgermeister Carsten Hövekamp in dem ersten von ihm eingebrachten kommunalen Haushalt das Defizit von knapp drei Millionen Euro ausgleichen.

Donnerstag, 04.03.2021, 20:00 Uhr
Alle Fraktionen stimmen Entwurf zu: Haushalt für 2021 verabschiedet
Trotz der Corona-Pandemie schultert der aktuelle kommunale Haushalt gewaltige Investitionen. Foto: Jürgen Christ

Doch sieben Millionen corona-bedingt fehlende Euro kommen in dieser Bilanz gar nicht vor. Sie werden ausgeklammert und sollen erst von späteren Generationen abgetragen werden.

Ein historischer Haushalt also, der aber - auch das corona-bedingt - im Rat nicht so ausführlich diskutiert werden konnte, wie üblich. Die Fraktionen hatten sich auf kurze Statements verständigt, die Reden stellt die DZ wie gewohnt online zur Verfügung. Die großen finanziellen Herausforderungen: Schulen, Kindergärten, Bahnhof, Digitalisierung.

CDU optimistisch

Willi Wessels (CDU) ist überzeugt: „In Dülmen können wir aufgrund unserer guten Wirtschafts-, Sozial- und Bildungsstrukturen trotz aller Beschwernis mit Optimismus in die Zukunft sehen. Zu dieser Entwicklung haben wir als politische Gestalter und Entscheider gemeinsam mit der Verwaltung beigetragen.“

Das überragende Wahlergebnis nehme die CDU als Verpflichtung sehr ernst. Der von Bürgermeister Carsten Hövekamp eingebrachte Haushalt werde von der CDU-Fraktion voll inhaltlich mitgetragen. In ihm seien die gesellschaftspolitischen Schwerpunkte: Bildung und Kindertagesbetreuung, Digitalisierung, Umwelt und Klimaschutz, Leben und Wohnen sowie Stärkung des Miteinanders in allen Ortsteilen sehr gut berücksichtigt.

FDP besorgt

Sieben Millionen Euro gestundete Corona-Schulden: Eine schwere Hypothek für die nachwachsende Generation, mahnte Christian Wohlgemuth (FDP) zu insgesamt mehr Sparsamkeit.

SPD will mutig bleiben

„Wir alle leiden unter den Auswirkungen der Pandemie“, sprach auch Andreas Bier (SPD) das alles überragende Thema an. Und konkretisierte mit Blick auf die Finanzen der Stadt: „Wir wissen noch nicht genau, was uns diese Pandemie eigentlich kosten wird.“ Die SPD will sich insbesondere für den kostenlosen Kita-Besuch, bezahlbaren Wohnraum und die Kultur stark machen. Explizit ist hierbei auch an die Bodenschätze gedacht, welche sicht- und erlebbar gemacht werden sollen.

Grüne loben richtige Richtung

„Es ist kein grüner Haushalt, so viel wird schnell klar“, unterstreicht Florian Kübber (Grüne). Aber es sei dennoch ein Haushalt, in dem viele grüne Forderungen deutlich sichtbar werden. Forderungen, die nicht zuletzt vor dem Hintergrund des großen Ziels, Klimaneutralität für ganz Dülmen im Jahr 2035 zu verstehen sind.

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