Dülmener Initiative zieht Kreise
Gute Fahrt mit den Corona-Helfern

Dülmen. In den letzten Tagen hat Diakon Ralf Kernbach häufig denselben Text gehabt. Denn derzeit werden die Freiwilligen, die sich bereit erklärt haben, hoch betagte Impfwillige zum Wiesmann-Gecko zu bringen, über alle Details informiert.

Sonntag, 31.01.2021, 18:30 Uhr
Dülmener Initiative zieht Kreise: Gute Fahrt mit den Corona-Helfern
Diakon Ralf Kernbach stattet die Fahrer mit Ausweisen aus, und spricht mit jedem einzelnen. Um das Vertrauen zwischen Impfling und Helfer zu stärken. Foto: Michalak

Wie berichtet, kooperiert der Pflegedienst Steinberg, der die Initiative ins Rollen gebracht hatte, inzwischen mit der Corona-Hilfe Dülmen, die von der evangelischen Kirchengemeinde gemeinsam mit Heilig Kreuz und St. Viktor getragen wird.

Während bereits 70 Helfer ihre Fahrdienste angeboten haben, kommt das Angebot bei der Zielgruppe erst langsam an. Nur eine Handvoll Senioren hat bisher ihren Wunsch geäußert, zum Impftermin von einem Fahrer begleitet zu werden.
„Aber wir haben jetzt Info-Flyer in allen Alteneinrichtungen verteilt, und sind sicher, dass sich der Fahrdienst bald rumsprechen wird“, erklärt Kernbach.

Frustriert über Terminvergabe

Viel häufiger hat er im Augenblick mit Menschen zu tun, die am Terminvergabe-Chaos gescheitert sind. „Die Leute haben große Angst, vergessen zu werden. Das sind fast schon seelsorgerische Gespräche“, berichtet er von vielen verzweifelten Anrufern.
Aber es melden sich viele Gemeinden aus dem Ruhrgebiet und dem ganzen Münsterland, welche die Dülmener Idee ebenfalls vor Ort umsetzen wollen.

Rollstühle aus dem Ländle

Selbst der Hilfsmittelhersteller Invacare aus Baden-Württemberg hat von der Dülmener Initiative Wind bekommen - und zwei Rollstühle gespendet. „Wer einen benötigt, um seinen Klienten zum Impfzentrum zu fahren, bekommt einen“, ist Kernbach dankbar für die Unterstützung. Das Sponsoring kam zustande, weil der Dülmener Christian Odenbrett sich als Impfhelfer gemeldet hatte. „Ich möchte älteren Menschen beistehen,“ so der 48-Jährige, der als Verkaufsberater in der Medizintechnikbranche mit Herstellerfirmen, aber eben auch mit der Zielgruppe zu tun hat.

Kontakt zur Corona-Hilfe

Menschen, die den Fahrdienst in Anspruch nehmen möchten und weitere ehrenamtliche Fahrer melden sich von Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr bei der Corona-Hilfe Dülmen, Tel. 02594/913515. Die Fahrer können ein Kilometergeld abrechnen. Für Impflinge ist die Fahrt kostenlos. Über eine Spende freut sich die Corona-Hilfe aber dennoch.

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