Viel Frust nach Chaos bei Terminvergabe
Impfwillige in der Warteschleife

Dülmen. Der Frust und Ärger bei vielen war groß: Zahlreiche Dülmener versuchten am Montag vergeblich, einen Impftermin zu bekommen - die Systeme waren einfach kollabiert. Wichtige Tipps gibt es von einer Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung.

Montag, 25.01.2021, 19:30 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 20:31 Uhr
Viel Frust nach Chaos bei Terminvergabe: Impfwillige in der Warteschleife
Viel Frust gab es bei der Impftermin-Vergabe. Foto: dpa

Viele Dülmener ab 80 Jahren bemühten sich am Montag vergeblich um einen Impftermin. Die Telefonleitungen waren überlastet, gleiches galt für die Homepage.

„Ich habe um 8 Uhr sofort angerufen“, berichtet eine 83-jährige Dülmenerin. Internet hat sie nicht, daher versuchte ein Sohn parallel, über die Website an einen Impftermin zu kommen. Erfolg hatte keiner von beiden. Wie ihnen erging es auch zahlreichen anderen Dülmenern, die darüber in der DZ-Ausgabe von Dienstag berichten.

Bis zu 700 Anrufe pro Sekunde

„In anderen Bundesländern hat es funktioniert, bei uns leider nicht“, bedauert Heike Achtermann von der Kassenärztlichen Vereinigung, dass die für die Impfanmeldung eingerichteten Systeme am Montag komplett überlastet waren. Doch bei 700 Anrufen in der Sekunde seien die Systeme einfach kollabiert.

Auch die extrem hohen Zugriffszahlen auf die Webseiten zur Buchung einer Corona-Impfung führten zum raschen Zusammenbruch im Internet. Obwohl ein Callcenter mit 1200 Mitarbeitern die Kassenärztliche Vereinigung unterstützt hat.

Diese Tipps gibt es für Impfwillige

Trotz des frustrierenden Starts hat Achtermann für alle Impfwilligen einen Tipp: „Wir arbeiten gerade daran, dass das Internet bald wieder stabil läuft.“ Und ganz wichtig: Wer bereits einen Code per SMS bekommen hat, der werde vom System weiter bevorzugt behandelt.

Das Tragische: Über die Homepage wurden sogar falsche Informationen gegeben. „Dieser Code läuft nicht in zehn Minuten ab und wir haben auch noch genügend Termine für alle Interessierten zu vergeben“, versichert Achtermann.

„Online können Sie sich 24 Stunden einbuchen“

Zugleich rät sie allen Wartenden: „Online können Sie sich ja 24 Stunden in unser System einbuchen. Da dürften die späten Abendstunden deutlich besser sein als der frühe Morgen.“ Mitten in der Nacht bestehen wohl die besten Aussichten.

Um die Leitungen freizubekommen, bittet die Kassenärztliche Vereinigung darum, dass wirklich nur die über 80-Jährigen anrufen. Die Terminvergabe ist telefonisch täglich zwischen 8 und 22 Uhr möglich, online rund um die Uhr erreichbar.

Vorsitzender verspricht: Jeder bekommt Termin

„Jeder, der geimpft werden möchte, wird auch drankommen, nur eben nicht jeder sofort“, gibt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, ein großes Versprechen.

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