Spaziergänger im Unterholz stören das Wild
Von Wanderern auf Abwegen

Dülmen. Gerade im Lockdown sind viele Spaziergänger unterwegs - und gerne ist der Wildpark das Ziel. Dass sich dabei längst nicht alle Besucher an die Regeln halten und auch abseits der Wege unterwegs sind, stört jedoch das Wild und ärgert den Förster.

Montag, 18.01.2021, 19:00 Uhr
Ein Schild am Eingang des Wildparks macht deutlich: Bitte auf den Wegen bleiben, um das Wild nicht zu verschrecken. Leider halten sich etliche Besucher nicht an diese Regel, hat Förster Thomas Rövekamp festgestellt.
Ein Schild am Eingang des Wildparks macht deutlich: Bitte auf den Wegen bleiben, um das Wild nicht zu verschrecken. Leider halten sich etliche Besucher nicht an diese Regel, hat Förster Thomas Rövekamp festgestellt. Foto: Kerstan

Ein Ehepaar mit Kindern war im Wildpark unterwegs. Der Nachwuchs filmte mit dem Handy Tiere - und verließ dafür den Weg. Als die Kinder immer näher an das Wild heranrückten, rannte dieses weg. Die Eltern störte das Verhalten der Kinder nicht - wohl aber Förster Thomas Rövekamp, der alles zufällig mitbekam und das Ehepaar ansprach. Denn Spaziergänger, die nicht auf den Wegen bleiben, sind für den Förster derzeit ein ziemliches Problem.

Deutlich mehr Besucher

Im aktuellen Lockdown sind die meisten Freizeitaktivitäten verboten - bleibt für viele nur Spazierengehen. Und für eine Runde an der frischen Luft entscheiden sich etliche für den Dülmener Wildpark, Auswärtige wie Einheimische.

„Wir haben deutlich mehr Besucher als sonst“, berichtet Rövekamp. Gerade bei gutem Wetter und am Wochenende sei einiges los. Aber auch unter der Woche kommen derzeit die Spaziergänger - selbst an einem grauen und kalten Tag wie am Montag war der Parkplatz mittags zu etwa zwei Drittel gefüllt.

Kein Verständnis beim Förster

Etliche Besucher seien zum ersten Mal überhaupt im Park, hat der Förster festgestellt. „Einige Leute haben vorsichtig gefragt, ob man da wirklich so rein darf oder mit dem Fahrrad durchfahren kann“, erinnert sich Rövekamp, der direkt am Eingang wohnt. Da gibt er dann gerne Auskunft.
Weniger Verständnis hat er für diejenigen, die sich nicht an eine Wildpark-Regel halten - und die Wege verlassen.

Das wird überhaupt nicht mehr respektiert“, ärgert sich Rövekamp. Dabei gibt es gerade jetzt, mitten im Winter, einen sehr guten Grund dafür, nicht durchs Unterholz oder über die Wiesen zu laufen. Denn: „Das Wild kann so nicht in Ruhe auf den Wildwiesen fressen und äsen.“

Stress für die Tiere

Werden die Tiere gestört und nehmen Reißaus, verbrauchen sie zusätzliche Energie, die sie in der kalten Jahreszeit eigentlich nicht übrig haben. „Jede zusätzliche Störung ist schädlich für das Wild“, betont Rövekamp. Für die sei die ganze Situation ziemlich stressig.

Den kompletten Bericht lesen Sie in der Dienstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.

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