Was die Beschränkungen im Kreis Recklinghausen bedeuten
Der Hotspot in der Nachbarschaft

Dülmen. Für alle Dülmener, die in den Kreis Recklinghausen wollen, gelten in der Pandemie nun neue Regeln. Denn der RE-Kreis ist Risikogebiet. Alle wichtigen Fragen und Antworten gibt es hier auf einen Blick.

Dienstag, 12.01.2021, 18:30 Uhr
Was die Beschränkungen im Kreis Recklinghausen bedeuten: Der Hotspot in der Nachbarschaft
So sieht es aus, wenn man von Hausdülmen an der Grenze zum Kreis Recklinghausen einen 15-Kilometer-Kreis legt. In diesem liegt beispielsweise die Stadt Haltern samt Stauseen. Foto: Jürgen Christ

210,9 - das war am Dienstag der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Kreis Recklinghausen. Der ist damit Corona-Risikogebiet. Die Folge: Seit Dienstag gelten hier neue Beschränkungen. Das heißt: Mehr als 15 Kilometer darf man sich nicht von seinem Wohnort bewegen.

Auch für alle, die in den Kreis Recklinghausen wollen, gelten nun neue Regeln - was auch zahlreiche Dülmener betrifft, die dort arbeiten oder gerne spazieren gehen. Was die Landesverordnung für sie konkret bedeutet, dazu gibt es hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Darf man den Kreis Recklinghausen noch betreten, wenn man nicht dort wohnt?

Ja, sagt Kreissprecherin Svenja Küchmeister auf DZ-Anfrage hin. „Es dürfen Personen von außerhalb in den Kreis kommen.“ Allerdings gibt es eine große Einschränkung: Sie dürfen sich maximal 15 Kilometer von ihrer Heimatgemeinde entfernen. Dabei zählt die Gemeindegrenze. Für alle Dülmener (inklusive der Ortsteil-Bewohner) gilt hier also die Grenze zum Kreis Recklinghausen bei Hausdülmen. Zieht man von dort einen 15-Kilometer-Radius, geht dieser bis knapp vor Hamm.

Was ist mit Pendlern, die in Dülmen wohnen und im Kreis Recklinghausen arbeiten (oder andersrum)?

Jeder darf ganz normal weiter zu Arbeit fahren - egal ob sich der Job innerhalb oder außerhalb des 15-Kilometer-Radius befindet, betont Küchmeister. Die Landesverordnung macht hier nämlich eine Ausnahme.

Braucht man als betroffener Arbeitnehmer eine Bescheinigung vom Arbeitgeber?

Hier muss Svenja Küchenmeister passen: Am Mittwochnachmittag lagen da noch keine Details von der Landesregierung vor. Sollte jemand einen Betriebsausweis, personalisierte Visitenkarten oder Ähnliches haben, wäre es vielleicht gut, diese jetzt einzustecken, so ihr Tipp. Einfach als Sicherheit. Übrigens: Einige Unternehmen haben bereits lange im Vorfeld reagiert. So hat beispielsweise Evonik, ansässig in Marl, für seine Berufspendler eigene Bescheinigungen ausgestellt.

Dürfen Dülmener noch an den Silberseen oder Stauseen bei Haltern spazieren gehen?

Ja. Alle liegen ganz klar innerhalb des 15-Kilometer-Radius von der Kreisgrenze aus gesehen. Spazierengehen ist hier also ohne Probleme möglich - wobei natürlich weiterhin die allgemeinen Kontaktbeschränkungen gelten.

Darf man als Dülmener in Haltern noch einkaufen fahren?

Ebenfalls ein klares Ja. Tatsächlich liegt die komplette Stadt Haltern im Dülmener 15-Kilometer-Radius.

Welche Ausnahmen für die neuen Regeln gibt es?

Neben dem Weg zur Arbeit sind das einige, zählt Küchmeister auf: Auch weiterhin dürfen enge Familienangehörige im ganzen Kreis Recklinghausen besucht werden, auch außerhalb der 15 Kilometer. Geht es um Pflege und Betreuung, gibt es ebenfalls Ausnahmen. Gleiches gilt für ehrenamtliche Tätigkeiten oder Arztbesuche.

Wie werden die neuen Regeln kontrolliert?

Das übernehmen die jeweiligen Ordnungsämter, so die Kreissprecherin. Ein Sprecher der Stadt Haltern am See erläutert der DZ, dass vor Ort „stichprobenartig und anlassbezogen“ kontrolliert werde.

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