Kreativität im Lockdown
Einzelhandel gibt nicht auf

Dülmen. der Lockdown wird bis Ende Januar verlängert und angesichts der steigenden Infektionszahlen ist noch nicht absehbar, wann die geschlossenen Geschäfte überhaupt wieder öffnen dürfen. Die Viktor-Kaufmannschaft will die Leere in der Innenstadt nicht tatenlos hinnehmen.

Sonntag, 10.01.2021, 20:08 Uhr aktualisiert: 10.01.2021, 20:10 Uhr
Die Dülmener Schaufenster werben mit vielen kreativen Ideen für den Einkauf trotz Lockdown. Am Montag soll ein provokantes Plakat dazukommen.
Die Dülmener Schaufenster werben mit vielen kreativen Ideen für den Einkauf trotz Lockdown. Am Montag soll ein provokantes Plakat dazukommen. Foto: Michalak

Als erste Maßnahme sollen die Schaufenster der Geschäfte ab sofort bis mindestens 22 Uhr hell erleuchtet werden. Auch, wenn die Kunden die Läden derzeit nicht betreten dürfen. „Wir möchten für die Besucher der Innenstadt ein Wohlgefühl erzeugen, das auch nach dem Lockdown-Ende - zum Wiederkommen einlädt“, fasst Viktor-Sprecher Dr. Hugo Schulze Hobbeling den Sinn der Übung zusammen.

Was gibt es wo, wann und wie?

Außerdem soll den Kunden die Möglichkeit, Waren zu bestellen, und im Geschäft abzuholen, erleichtert werden. Dafür erarbeitet die Kaufmannschaft derzeit eine Übersicht, aus der genau hervorgeht, in welchem Geschäft in Dülmen man wann und wie bestellen, abholen oder liefern lassen kann.

Händler machen auf...

Um eine angemessene Entschädigung für die corona-bedingt geschlossenen, und um ihre Existenz kämpfenden Betriebe zu erlangen, wird mit Unterstützung aller Akteure die bundesweite Kampagne „Wir machen auf(merksam)“ in Dülmen umgesetzt.
Hierbei machen die Kaufleute auf ihre Situation, aufmerksam. Die provokanten Plakate, die auf den ersten Blick den Eindruck erwecken, dass das Geschäft bereits wieder aufmachen würde, sollen am heutigen Montag in möglichst allen Dülmener Schaufenstern geklebt werden. Die Geschäftsführer werden sich vor dem Plakat fotografieren lassen und die Bilder in die sozialen Netzwerke einstellen. So soll der Druck auf die Regierung erhöht werden, den Einzelhandel in der Corona-Pandemie nicht völlig aus dem Blick zu verlieren.

PR-Kampagne

Außerdem ist der örtliche PR-Profi Harald Wehmeyer beauftragt worden, mit seiner Agentur eine auf Dülmen zugeschnittene virtuelle Kampagne für den Einzelhandel zu erarbeiten.

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