Dülmener reagieren auf den Sturm aufs Kapitol
Eine Nacht, die große Sorgen macht

Dülmen. Bürgerkriegsähnliche Zustände rund um das Kapitol in Washington: Die DZ fragte Dülmener mit besonders engem Bezug zu den USA: Wie haben Sie diese Nacht erlebt?

Donnerstag, 07.01.2021, 20:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 23:50 Uhr
Dülmener reagieren auf den Sturm aufs Kapitol: Eine Nacht, die große Sorgen macht
Die Bilder vom Sturm aufs Kapitol schockieren Menschen auf der ganzen Welt. Fünf Dülmener äußern sich in der DZ zu den Unruhen. Foto: dpa

Geschockt zeigten sich alle Gesprächspartner von den Bildern aus den USA, befürchten jedoch nicht, dass die Demokratie dort jetzt ernsthaft ins Wanken gerät.

Reaktion der Finanzmärkte

Manfred Ballensiefen sieht trotz der Unruhen nicht unbedingt Turbulenzen an den Finanzmärkten voraus. „Ich glaube, auch mit Blick auf den Sieg der Demokraten in Georgia um die Mehrheit im Senat, dass sich nun der Eindruck verfestigen wird, dass die USA wieder ein verlässlicher weltpolitischer Partner sein können.“

Zuverlässiges Militär

Der ehemalige Bundeswehrgeneral Robert Bergmann ist er sich sicher: „Das System in den USA ist stabil. Das Militär weiß, dass Joe Biden in wenigen Tagen oberster Befehlshaber sein wird. Und deshalb würden nach meiner Einschätzung die Truppen auch keine irren Befehle vom amtierenden Präsidenten mehr ausführen.“

Gewaltbereite Proud Boys

Penelope Glenn ist gebürtige Amerikanerin. Für sie kam der Gewaltausbruch nicht überraschend. "Die gewaltbereiten Proud Boys hatten sich schon Tage vor der Ratifizierung des Wahlergebnisses in Washington versammelt.“

Keine großen Umwälzungen

Bernhard Schlafke hat 2019 mehrere Wochen in den USA verbracht. Der Sturm auf das Kapitol ist seinem Eindruck nach das Werk nur einiger Krawallmacher und nicht der „Auftakt zu großen Umwälzungen“ oder gar einem Bürgerkrieg.

Schlimmere Bilder wären möglich

Auch VHS-Leiterin Esther Joy Dohmen glaubt nicht, dass die Ereignisse in Washington Ausdruck einer sich auflösenden Demokratie sind. „Dann hätten wir noch viel schlimmere Bilder gesehen“.

Die ausführlicheren Einschätzungen der Ereignisse in den USA sind in der Freitagsausgabe der DZ nachzulesen.

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