Schulsanierung contra Schulneubau
„Dicker Brocken“ für die Politik

Dülmen. Sollen die Hermann-Leeser-Realschule und die Kardinal-von-Galen-Schule saniert und modernisiert werden oder ist ein Schulneubau an einem neuen gemeinsamen Standort die bessere Lösung? Mit dieser Frage wird sich in den kommenden „ein bis zwei Jahren“, so die Schätzung von Markus Brambrink (CDU), der Schulausschuss befassen.

Mittwoch, 02.12.2020, 18:35 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 18:40 Uhr
Schulsanierung contra Schulneubau: „Dicker Brocken“ für die Politik
Der Vorschlag von conceptk für ein Schulzentrum an der Berningheide (neben dem düb) mit Real- und Hauptschule sowie gemeinsamem zentralen Bereich dazwischen. Foto: conceptk

Die Grundlage für die Überlegungen und Diskussionen bieten die Standortanalyse, Bestandserfassung sowie Auswertung von drei Workshops mit Lehrern und Schülern, die das Beratungsbüro conceptk aus Regensburg in den vergangenen Wochen durchgeführt hat.

Teure Sanierung und Modernisierung

In der Sitzung des Schulausschusses am Dienstagabend stellten Christian Rohleder und Tom Gillich von conceptK die Ergebnisse vor. Sie machten deutlich: Beide Schulen können generalsaniert und dann weiter genutzt werden. Sollen jedoch moderne Schulkonzepte umgesetzt werden, die sich Lehrer und Schüler wünschen, müssten neue Gebäude gebaut, andere Gebäudeteile zurückgebaut werden. Die Kosten würden zwischen 22 und 25,2 Millionen Euro an der Hermann-Leeser-Schule und 18,2 bis 18,3 Millionen Euro an der Kardinal-von-Galen-Schule betragen, hatten sie ermittelt.

Campus-Lösung in Dülmen-Nord

Würden beide Schulen auf dem (städtischen) Grundstück Berningheide zwischen Freizeitbad düb und Sportzentrum-Nord neu gebaut werden und dabei alle Ansprüche erfüllen unter anderem an Technik, Gebäudeenergetik oder Barrierefreiheit und zudem moderne Unterrichtskonzepte umgesetzt mit Raumgruppen (Cluster) zum Lernen sowie mit Aufenthalts- und Erholungsbereich, würden Kosten von 37,4 Millionen Euro anfallen.

Politik "musste schlucken"

Imposante Zahlen, die die Politiker erst einmal verdauen mussten. „Das ist ein dicker Brocken“, befand Ausschussvorsitzender Markus Brambrink. Auch Annette Holtrup (CDU) gestand, dass sie „schlucken musste“, zeigte sich aber aufgeschlossen gegenüber dem Neubau-Vorschlag. Die Schule der Zukunft werde ganz andere Bedarfe haben als jetzt noch, sieht sie die Notwendigkeit zu großen Lösungen. Die Politik versucht jetzt, „sich einer Entscheidung zu nähern“. Für das Frühjahr bereite die Verwaltung einen Vorschlag vor, wie weiter mit dem Thema umzugehen sei

Information in den Schulen

Mittwochnachmittag wurden in einer Videokonferenz die Lehrerkollegien der Schulen sowie Schüler von conceptk informiert. Im weiteren Prozess wird besonderer Wert darauf gelegt, auch Schüler und Eltern einzubeziehen, betont die Stadt.

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