So plant der Kreis das Impfzentrum
Der Gecko als Einbahnstraße

Dülmen. Am Dienstag, einen Tag nach der Entscheidung für den Standort Dülmen, waren bereits die ersten Kreis-Mitarbeiter vor Ort, um sich die Räumlichkeiten im künftigen Impfzentrum im Wiesmann-Gecko anzusehen.

Dienstag, 01.12.2020, 20:30 Uhr
So plant der Kreis das Impfzentrum: Der Gecko als Einbahnstraße
Am Wiesmann-Gecko waren bereits am Dienstag die ersten Mitarbeiter des Kreises vor Ort. Foto: Kerstan

Es mag sich vielleicht etwas merkwürdig anhören - aber für ein Impfzentrum eignet sich der Wiesmann-Gecko erstaunlich gut. Es gibt zwei Theken, eine davon mobil, ebenso Sanitäranlagen und barrierefreie Zugänge. „Außerdem eine Menge Stühle und Tische, die wir für den Wartebereich brauchen“, sagt Ulrich Helmich, Leiter des Krisenstabes des Kreises Coesfeld. Dazu kommen Besprechungs- und Büroräume. Wie die mit der nötigen EDV ausgerüstet werden können, wo die sechs bis acht Kabinen für Aufklärungsgespräche und fürs Impfen aufgebaut werden: Das sind die nächsten Schritte.

Ab 15. Dezember funktionsfähig

Am Dienstag, einen Tag nach der Entscheidung für den Standort Dülmen (DZ berichtete), waren bereits die ersten Kreis-Mitarbeiter vor Ort, um sich die Räumlichkeiten im künftigen Impfzentrum anzusehen. Auch die Hilfsorganisationen sollen jetzt eingebunden werden. Bis zum 15. Dezember, so die Vorgabe der Landesregierung, soll das Zentrum funktionsfähig sein. Geplant ist ein Einbahnstraßensystem. Anmeldung, Registrierung, Wartebereich, Aufklärungsgespräch, Impfen, Ruhebereich: So ungefähr wird ein Besuch im Impfzentrum aussehen, skizziert Helmich. „Die genauen Abläufe werden wir uns sehr gut überlegen.“ Denn gibt es hier Probleme, kann das den ganzen Betrieb beeinträchtigen.

Viele Fragen sind für ihn aber noch offen. Ganz wichtig dabei: „Wie viel Impfstoff bekommen wir und wie wird der aufbereitet?“ Helmich rechnet damit, dass im Gecko Impfstoff bei Temperaturen von zwei bis acht Grad gelagert werden muss. Wer genau sich als erstes impfen lassen kann, dazu muss der Bund noch konkrete Vorgaben machen. Um ein System zur Terminvergabe kümmert sich die Kassenärztliche Vereinigung. Klar ist bereits: Im Gecko wird Maskenpflicht herrschen.

Helmich geht nicht davon aus, dass gleich zu Beginn viele Personen vor Ort im Zentrum geimpft werden. Vielmehr gehe es zuerst darum, mobile Teams etwa in die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu schicken. Im Gecko werde es dann wohl zunächst um Logistik und Verteilung gehen. „Ob das drei Tage oder drei Wochen dauern wird, kann ich nicht sagen“, sagt Helmich mit Blick auf diese erste Phase. Landrat Christian Schulze Pellengahr hatte angekündigt, dass er im Frühjahr mit einer Impfung für die breite Masse rechnet.

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