Brückenneubau auf der B 474 schreitet planmäßig voran
Minutengenauer Bauplan

Dülmen. Der Zeitplan ist eng. 40 Tage, um eine Brücke abzureißen und eine neue zu bauen, so was hat in Deutschland noch niemand geschafft. An der B 474 laufen derzeit die Arbeiten am Ersatzneubau der Brücke über die Bahnstrecke auf Hochtouren.

Donnerstag, 26.11.2020, 19:30 Uhr
Brückenneubau auf der B 474 schreitet planmäßig voran: Minutengenauer Bauplan
Foto: Hülsheger

Der Zeitplan ist eng. 40 Tage, um eine Brücke abzureißen und eine neue zu bauen, so etwas hat in Deutschland noch niemand geschafft. Doch an der B 474 laufen die Arbeiten am Ersatzneubau der Brücke über die Bahnstrecke nach einer minutengenauen Planung. Besonders in den Stunden, in denen die Bahn eine Sperrpause einlegt.

„Um 8.32 Uhr haben wir die letzten Stützen der alten Brücke herausgehoben“, berichtet Udo Wessel vom Bauunternehmen Echterhoff bei einem Ortstermin am Donnerstag. Wenige Stunden später sind bereits die ersten Teile der neuen Brücke in Position gehoben. Die sogenannten Hybridkappen, an denen die Brückengeländer bereits befestigt sind, liegen schon bereit. Am Freitag muss alles fertig sein, dann endet die Sperrpause schon wieder.

Sperrpause für mehrere Baustellen

„Wir arbeiten hier im Schatten zweier Baustellen, für die die Sperrpause bei der Bahn beantragt wurde“, erklärt Wessel. Denn normalerweise dauert es drei Jahre, eine solche zu beantragen. Die neue Bauweise ermöglicht es, dass eine Sperrpause reicht. „Dann können die Züge während der Arbeiten wieder mit 160 Stundenkilometer an uns vorbei fahren.“ Durch die Vollsperrung der B 474 erspare man sich zudem den Bau einer Ausweichstrecke. All diese Maßnahmen sparen Zeit und Geld.

Brückenbau B 474

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24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche wird an den 40 Tagen gearbeitet. Da gibt es schon wenig Spielraum. Doch gerade in den Tagen der Sperrpause ist der Bauplan auf die Minute getaktet. Bisher läuft alles reibungslos, auch das Wetter spielt mit. „Für uns ist es die siebte Expressbrücke. Bei den Mitarbeitern sitzt jeder Handgriff“, berichtet Wessel stolz.

Die Arbeiter arbeiten in Schichten, eine kurze Übergabe reicht, und schon kann die nächste Kolonne weitermachen. Die Firma Echterhoff hat das Patent auf die Expressbrücke.

Und auch die alten Betonteile werden direkt an der Baustelle verarbeitet. „Beton und Stahl werden getrennt, dann kommt der Beton in den Brecher und wird zu Schotter, den wir hier gleich wieder gebrauchen können. Das spart Hunderte von Lkw-Fuhren“, erklärt Wessel. Bis zum 18. Dezember soll das Pilotprojekt fertig sein und dann von Landes-Verkehrsminister Wüst freigegeben werden.

Gleichzeitig sorgt die Baustelle in Corona-Zeiten für etwas Umsatz in Dülmen. „Unsere Mitarbeiter sind in Hotels untergebracht und schlafen nicht mehr im Container auf der Baustelle“, berichtet Wessel. Zudem versorgt ein Gastronom die Mannschaft mit einem warmen Mittagessen.

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