Schließung von Restaurants und Fitness-Studios
Jetzt geht es um die Existenz

Dülmen. Jetzt geht es schnell: Bereits ab Montag sollen deutschlandweit Restaurants, Bars und Hotels sowie Fitness-Studios schließen. Das haben am Mittwoch Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten beschlossen. Das ganze Land wird im November heruntergefahren - und die Gastronomiebranche ist erneut besonders stark betroffen.

Mittwoch, 28.10.2020, 18:06 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 18:10 Uhr
Schließung von Restaurants und Fitness-Studios: Jetzt geht es um die Existenz
Luiza Pigula und Jonas Blumenthal von Bock auf Wok hoffen, dass im nächsten Lockdown der Außerhausverkauf ihrer Speisen noch möglich sein wird. Foto: Beena Shaikh

Gerade erst hatte sich im Haus Waldfrieden das Geschäft wieder erholt, da droht die nächste mehrwöchige Schließung. „Wir haben im Sommer gespürt, dass sich die Lage sehr deutlich verbessert hatte. Es ging fast schon wieder in Richtung Normalität“, erklärt Andreas Knepper vom Haus Waldfrieden, der zugleich Ortssprecher des Gaststätten-Verbandes Dehoga ist. Er hat überhaupt kein Verständnis dafür, dass nun ausgerechnet die Gastronomie wieder dichtgemacht werden soll.

Hygienekonzepte greifen

„Wir müssen ausbaden, was an anderer Stelle falsch gemacht worden ist“, ärgert er sich. Im Grunde genommen sei derzeit niemand so sicher, wie in der Gastronomie, versichert er. Denn schließlich hätten die Restaurants und Kneipen sehr aufwändige Hygienekonzepte erarbeitet. Während sein Haus - auch aufgrund des Kurzarbeitergeldes - die Krise wohl meistern werde, sieht er die Lage für andere Kollegen in Dülmen als bedrohlich an: „Ich fürchte, wir müssen jetzt mit Insolvenzen rechnen.“

Unter freiem Himmel

Der Frust in der Stimme von Regina Herrmann vom Fitness- und Rehastudio Trident auf dem ehemaligen Kasernengelände ist nicht zu überhören. Dabei ist sie doch eine unverbesserliche Optimistin. Aber der Lockdown, von dem ab Montag auch die Fitness-Studios betroffen sind, bringt die Pläne der Chefin durcheinander. Denn erst Anfang des Monats konnte nach Umzug und Neuanfang auf dem ehemaligen Kasernengelände das Trident wieder den regulären Betrieb in den Räumen aufnehmen. Vielleicht bietet sich ja trotz Lockdowns die Möglichkeit, Training unter freiem Himmel anzubieten, hofft Regina Herrmann, dass es nicht zu einem kompletten Stillstand kommt.

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