Sieben-Tage-Grenzwert überschritten
Das sind die neuen Corona-Regeln

Dülmen. Ab Freitag gelten in Dülmen strengere Corona-Regeln. Der Grund: Der Kreis Coesfeld hat einen Sieben-Tage-Grenzwert überschritten. Was das bedeutet, lesen Sie hier.

Donnerstag, 22.10.2020, 18:01 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 11:16 Uhr
Sieben-Tage-Grenzwert überschritten: Das sind die neuen Corona-Regeln
Eine Maskenpflicht gibt es auch nach dem Überschreiten des Sieben-Tage-Grenzwertes von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Dülmen erst einmal nicht. Freiwillig trägt jedoch der eine oder andere bereits eine Maske beim Einkaufsbummel. Foto: Beena Shaikh

Um Punkt Mitternacht war es soweit: In dem Moment überschritt der Kreis Coesfeld den Grenzwert. Der liegt bei 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen - und im Kreis wurden 43,1 gezählt. Maßgeblich ist dabei der Meldewert des Landeszentrums Gesundheit.

88 Personen hatten sich in den vergangenen sieben Tagen (15. bis 21. Oktober) hier mit dem Coronavirus infiziert. Am Donnerstag kamen dann kreisweit noch einmal 36 Neuinfektionen dazu, davon eine in Dülmen. Damit kann man davon ausgehen, dass die Sieben-Tage-Inzidenz heute weiter steigen wird.

Kreis erlässt neue Allgemeinverfügung

Was das Überschreiten des Grenzwertes bedeutet? Die Corona-Schutzmaßnahmen im Kreis werden ab Freitag strenger. Am späten Donnerstagnachmittag veröffentlichte die Kreisverwaltung eine neue Allgemeinverfügung.

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind verboten, an Festen außerhalb des privaten Raums dürfen maximal 25 Personen teilnehmen. Jubiläen, Hochzeiten, Taufen, Geburtstage oder Abschlussfeiern zählen dazu.

Kultur und Sport: Maskenpflicht jetzt auch am Platz

Zudem gilt bei Konzerten, Kultur- sowie Sportveranstaltungen jetzt auch eine Maskenpflicht am Sitzplatz. Und: Auch wenn eine Rückverfolgung gut möglich ist, gilt trotzdem immer der Mindestabstand von 1,50 Meter.

Nicht angeordnet hat der Kreis Coesfeld eine Maskenpflicht in den Fußgängerzonen. Denn hier könnten in allen Gemeinden gut die Abstandsregeln eingehalten werden, betont der Kreis. So sieht das auch die Stadt Dülmen.

Ordnungsamt kontrolliert die neuen Regeln

Auch hier gelten ab heute die neuen Regeln. „Wir werden keine eigene Allgemeinverfügung erlassen“, betont Sprecher André Siemes, dass die Stadt alle Maßnahmen übernehmen werde. Denn auch wenn Dülmen vergleichsweise wenig akute Corona-Fälle aufweist (hier gibt es aktuell neun Infektionen, im kleineren Coesfeld sind es 21), so haben sich alle Bürgermeister bereits am Dienstag darauf geeinigt, die vom Kreis vorgegeben Regeln zu übernehmen.

Ob diese eingehalten werden, das kontrolliert wiederum die Stadt. „Die Umsetzung der Corona-Maßnahmen ist eine der zentralen Aufgaben des Ordnungsamtes“, erläutert Siemes.

Dieses werde „im Rahmen seiner Möglichkeiten“ kontrollieren, ohne die weiteren Aufgaben zu vernachlässigen. „Bei den stichpunktartigen Kontrollen des Ordnungsamtes ist es zuletzt zu keinen besonderen Vorkommnissen oder Problemen gekommen“, so Siemes.

Eine Übersicht, wo jetzt die Maskenpflicht gilt, lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Freitag.

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