Zweite Chance für alte Möbel
Andheri-Trödel in Teil-Quarantäne

Dülmen. Ein Opfer der Corona-Pandemie ist der Andheri-Trödelmarkt, der einmal am Monat im Kellerraum der alten Paul-Gerhardt-Schule geöffnet war. In Pandemie-Zeiten geht das nicht.

Mittwoch, 21.10.2020, 18:00 Uhr
Zweite Chance für alte Möbel: Andheri-Trödel in Teil-Quarantäne
Besonders schöne Möbelstücke aus dem MuM-Lager sind im einsA ausgestellt und finden dort schnell Liebhaber. Foto: Claudia Marcy

Kellergröße ist das Problem

Seit März ist der Andheri-Keller geschlossen. Nach dem Lockdown und den ersten Lockerungen wurde der monatliche Öffnungsrhythmus nicht wieder aufgenommen. „Wir können die Coronaschutzmaßnahmen nicht umsetzen“, erklärt Bernd Schmitz, Vorsitzender der Andheri Kinder- und Leprahilfe. Der Kellerraum sei zu klein für ein Einbahnstraßensystem, außerdem sei die Belüftung dort nicht gut.

Hoffen auf ein neues Angebot

Eine Ausweichmöglichkeit gibt es nicht. Und für wenige Monate nur soll der Trödelmarkt nicht umziehen. Optimal, aber fast zu schön, um wahr zu werden, wäre es, wenn der Andheri-Hilfe eine Halle, ebenerdig und gut zu erreichen, zur Verfügung gestellt würde, sagt Schmitz.

einsA als Präsentationsfläche

Seitdem das Haus für alle, das einsA am Bült eröffnet hat, können dort auch ausgesuchte Stücke aus dem Fundus präsentiert werden: Das Sozialkaufhaus MuM-24 stellt besondere Möbelstücke aus, der Andheri-Trödelmarkt steuert Porzellan, Vasen oder sonstiges bei. Besucher des einsA, die daran Gefallen finden, können die Sachen erwerben.

MuM im Haus für alle

Auch für das Sozialkaufhaus MuM ist die Möglichkeit, besondere Möbelstücke im einsA zu präsentieren, ein Glücksfall, sagt Organisator und Initiator Klaus Pfitzenreuter. Man habe schon Abnehmer der ausgestellten hochwertigen Möbel gefunden.

Persönliche Gespräche

Außerdem sind MuM-Mitarbeiter an zwei Tagen in der Woche im einsA. Im persönlichen Gespräch lassen sie sich über die Möglichkeit informieren, gut erhaltene Möbel oder Haushaltswaren zu spenden und vom MuM-Team abholen zu lassen.

Second-Hand-Einkauf mit Maske

Oder sie informieren sich über die Möglichkeit, an den beiden Standorten des Sozialkaufhauses auf dem früheren Mesem-Gelände in der Stadt und dem früheren Kasernengelände im Dernekamp einzukaufen. Für beide Standorte hat das MuM-Team ein Hygienekonzept erarbeitet, auf Einhaltung der Regeln werde peinlich genau geachtet, betont Pfitzenreuter.

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