Diese Arbeiten stehen am Wochenende an
Die B 474 ist in Welte gesperrt

Dülmen. Seit heute Abend ist die B 474 in Welte gesperrt, und zwar bis Montag in der Früh. Das Kuriose dabei: Die eigentlichen Arbeiten, für die die Sperrung nötig ist, dauern nur rund 15 Minuten. Warum die Straße trotzdem ein ganzes Wochenende dicht ist, lesen Sie hier.

Freitag, 25.09.2020, 20:00 Uhr
Diese Arbeiten stehen am Wochenende an: Die B 474 ist in Welte gesperrt
Drei Verläufe, eine Straße: Ganz vorne die provisorische Umfahrung, über die der Verkehr der B 474 ab dem 4. Oktober rollen wird. In der Mitte die bisherige Bundesstraße, im Hintergrund die neue Brücke, über die die Autos ab Ende November rollen werden. DZ-Foto: Kerstan Foto: Kerstan

Die eigentlichen Arbeiten? Die dauern nur rund 15 Minuten, verrät Dominik Schuurmann von Straßen.NRW. Länger braucht es nicht, um den Boden bei der Suche nach Kampfmitteln zu sondieren.

Gesperrt wird die B 474 trotzdem ein ganzes Wochenende. Denn bevor die Suche starten kann, muss erst einmal die Fahrbahn verschwinden.

Zweite Sperrung für den 4. Oktober geplant

Am Freitagabend begannen die Arbeiter auf der gesperrten Bundesstraße in Welte daher damit, den Straßenbelag abzufräsen und den Schotter zu entfernen. Die Kampfmittel-Sondierung soll dann, so der Plan, am Samstagmorgen laufen.

Bis Montagfrüh wird im Anschluss die Fahrbahn wieder hergestellt - allerdings nur provisorisch. Schließlich soll der Verkehr nur eine Woche lang, bis Sonntag, 4. Oktober, darüber rauschen.

Umfahrung für die Bundesstraße ist in Arbeit

Denn an diesem Tag steht erneut eine Sperrung der B 474 an. Dann allerdings nur für sechs Stunden, von 10 bis 16 Uhr. Und im Anschluss werden Autos und Lkw über eine Umfahrung geleitet, die bereits jetzt neben der aktuellen Straße deutlich zu sehen ist.

„Wir werden die Vollsperrung nämlich auch nutzen, um die Umfahrung soweit vorzubereiten“, spricht Projektleiter Philipp Feicke von Synergieeffekten. Am 4. Oktober stehen dann zum Beispiel noch Markierungsarbeiten an.

Behinderungen dauern bis Ende November

Und nach dieser zweiten Vollsperrung wird die Bundesstraße (dann mit Tempo 30) über die circa 600 Meter lange Ausweichstrecke verlaufen, laut Plan bis Ende November. Diese Zeit brauchen die Arbeiter, um links und rechts der bereits fertigen Brücke Rampen aufzuschütten und die Fahrbahn zu bauen.

Ist alles fertig, wird die B 474 erneut umgeleitet und nun über die Brücke führen. Dafür, das verspricht Schuurmann, sei allerdings dann keine Vollsperrung mehr nötig.

Das ist die Ausweichstrecke

Während der Vollsperrung ist eine Umleitung ausgeschildert. Diese führt von Dülmen über die L 580 nach Rorup, und dann über die K 12 und K 44 wieder zur B 474 bei Friedag.

Zum Lückenschluss der B 67/B 474 bringt die DZ in der Wochenendausgabe eine Sonderseite. Darin gibt es eine Übersicht, wo derzeit gebaut wird, und viele weitere Informationen.

Neubau der B 67 von Dülmen nach Reken 2020

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  • Der Anschluss: In Dülmen-Nord dockt die neue
    Straße an die bestehende B 474 an.

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  • Philipp Feicke ist Projektleiter für den Neubau der B 67/B 474.

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  • Künftiges Regenrückhaltebecken neben der Trasse, fotografiert von der Brücke L 580 aus.

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  • Fast fertig: Die Umfahrung am Haverlandweg nahe der alten Leuster Schule.

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  • Auf der anderen Seite des Haverlandweges wird der Untergrund bereits vorbereitet für die Kampfmittel-Suche.

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  • Wegen Feuerwehrgerätehaus und THW muss der Haverlandweg immer offen bleiben - daher die Umfahrung.

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  • Blick vom Haverlandweg Richtung B 474, im Hintergrund ist die neue Brücke zu erkennen.

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  • Auf einem Teil der Trasse, nahe der B 474, wurde bereits rund ein Meter Boden abgetragen. Der wird nahe Merfeld benötigt.

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  • Bei dem trockenen Wetter sind die Arbeiten eine ziemlich staubige Angelegenheit.

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  • Die neue Brücke für die B 474 ist bereits fertig.

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  • Ab Ende November soll hier der Verkehr drüberführen.

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  • Drei Verläufe, eine Straße: Ganz vorne die provisorische Umfahrung, über die der Verkehr der B 474 ab dem 4. Oktober rollen wird. In der Mitte die bisherige Bundesstraße, im Hintergrund die neue Brücke, über die die Autos ab Ende November rollen werden. 

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  • Dominik Schuurmann ist zuständig für die Bauüberwachung.

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  • Im Bau: Die Überführung über die Gleise am Bahnhof Merfeld.

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  • Das Tragegerüst ist schon gut zu erkennen.

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  • Für die Brücken über L 600 und Mühlenbach starten jetzt die Erdarbeiten.

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  • Hier ist der Untergrund noch kein Problem für die Straßenbauer. Ein Blick in die andere Richtung...

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  • ... gen Kottenbrocksbach zeigt: Hier gibt es eine Torfschicht, die ausgetauscht werden muss.

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  • Auf mehreren hundert Metern parallel zur Roruper Straße wird hier gebaggert.

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  • Der Torf-Untergrund ist zu weich für die Straßenbauer.

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  • Nahe des Kottenbrocksbachs wird rechts die dunkle Torfschicht abgetragen, links der deutlich hellere Boden aus Welte eingebaut.

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  • Spezielles Gerät kommt beim Torf-Abbau zum Einsatz.

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  • Die fertige Brücke über den Kottenbrocksbach.

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  • Gut ausgeschildert sind die Logistikrouten.

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  • Logistikroute nahe des Merfelder Grillplatzes; sie verläuft teilweise bereits provisorisch entlang der späteren B 67-Trasse.

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  • Die Behelfsbrücke über den Kannebrocksbach auf der Logistikroute.

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