Verschiebung um drei Wochen
Die Bahn bremst bei der Sperrpause

Dülmen. Mai statt April: Rund drei Wochen später als geplant wird im nächsten Jahr die neue Brücke am Dülmener Bahnhof eingebaut. Der Grund: Die Deutsche Bahn verschiebt die Sperrpause.

Montag, 21.09.2020, 20:00 Uhr
Verschiebung um drei Wochen:  Die Bahn bremst bei der Sperrpause
Trümmerlandschaft statt Empfangsgebäude, so sieht es derzeit am Dülmener Bahnhof aus. Foto: Kerstan

Wohin mit all dem Schutt? Beziehungsweise mit dem Recyclingmaterial, was nach dem Abbruch des Empfangsgebäudes am Bahnhof Dülmen übrig ist. Während die letzten Abbruch-Arbeiten noch laufen, prüft die Stadt derzeit, was mit dem Material geschehen soll. Eine Möglichkeit sei dabei, dass es zur Verfüllung von Kellern eingesetzt werden kann, erläutert Stadtsprecherin Nina Wischeloh.

Daneben rückt die künftige Radfahrer- und Fußgängerbrücke immer mehr in den Fokus. Die Planungen und Abstimmungen dafür würden ebenfalls auf Hochtouren laufen, versichert Wischeloh: „Die Vorfertigung der Stahlkonstruktion soll in wenigen Wochen beginnen.“ Auch der Bau der Widerlager soll noch in diesem Jahr starten.“

Spezialkran wird Brücke über die Gleise heben

Das Besondere: Die Brücke wird zuerst auf der Ostseite des Bahnhofes komplett konstruiert. Gleichzeitig werden links und rechts der Gleise die nötigen Widerlager gebaut. Ist die Konstruktion fertig, dann wird ein Spezialkran die Brücke vom Bauplatz aus an ihren künftigen Standort heben.

Möglich ist das nur während einer Sperrpause, Züge dürfen dann nicht rollen. Eine solche hatte die Stadt eigentlich für Mitte April 2021 beantragt. Bei dem Termin wird es allerdings nicht bleiben: Die Deutsche Bahn habe inzwischen mitgeteilt, dass die Sperrpause erst rund drei Wochen später, nämlich Mitte Mai, stattfinden werde, erläutert Wischeloh.

Mehr über den Bahnhof-Umbau lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Dienstag.

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