Defekte Waggons sorgen derzeit für drangvolle Enge
Bahnfahrer kommen sich gefährlich nahe

Dülmen.  Bahnfahrer kommen sich gefährlich nahe, weil die Waggons der RB 51 zu voll sind: Gerade im Berufsverkehr ist das ein großes Problem, berichtet ein DZ-Leser. Tatsächlich gibt es momentan ein Problem, gibt die Bahn auf Nachfrage zu - weil Waggons defekt sind.

Freitag, 18.09.2020, 20:00 Uhr
Defekte Waggons sorgen derzeit für drangvolle Enge: Bahnfahrer kommen sich gefährlich nahe
ngpässe entstehen derzeit in den Zügen der RB 51. Foto: Archiv

Wie viele Dülmener Berufspendler nutzt Thorsten N. die Deutsche Bahn und fährt dreimal in der Woche morgens um 6.17 Uhr nach Dortmund mit der RB 51. „Fast schon regelmäßig - mindestens ein- bis zweimal pro Woche - wird anstatt der sonst üblichen zwei Waggons nur einer eingesetzt“, musste er dabei beobachten.

In Dülmen sei das noch nicht dramatisch. „Aber spätestens ab Selm-Beifang ist das Sitzen mit Mindestabstand absolut nicht mehr gewährleistet, und die Fahrgäste stehen eng an eng in den Gängen. Da kann man sich die Maske auch sparen.“

Gerade jetzt in Corona-Zeiten müsse es doch möglich sein, mindestens zu den Stoßzeiten zwischen 6 und 8 Uhr zwei, besser noch drei Waggons einzusetzen. „Sonst darf man sich in der kommenden kühleren Jahreszeit nicht wundern, wenn die Infektionszahlen wieder nach oben schnellen“.

Schäden an Fahrzeuge

Nach Einschätzung der Bahn dürfte sich die Situation auch bald wieder entspannen: „Wir bedauern sehr, dass es zu Engpässen auf RB 51 gekommen ist und DB Regio an einigen Tagen anstatt mit zwei Zugteilen nur mit einem Zugteil unterwegs war“, so ein Sprecher. „Aufgrund von Schäden an Fahrzeugen, die Ersatzteillieferungen notwendig machen, ist die Fahrzeuglage auf der Strecke leider unbefriedigend.“

Die Deutsche Bahn hofft, dass sich die Lage in der nächsten Woche wieder etwas entspannt, wenn einer der sogenannten „Langsteher“ wieder einsatzfähig ist. „Unsere Techniker und Disponenten arbeiten aktuell mit Hochdruck daran, so schnell wie möglich wieder die gewohnte Fahrzeugqualität zur Verfügung zu stellen.“ Dann könnten zumindest wieder zwei Waggons pro Zugeinheit rollen.

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