Jusos Münster drohen mit Dülmen
Angst vor Vertreibung

Was ist die schlimmste Strafe für Studenten in Münster? Dass sie vor lauter Wohnungsmangel in Dülmen leben müssen. Das jedenfalls suggerieren die Jusos in Münster im Kommunalwahlkampf.

Donnerstag, 03.09.2020, 10:55 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 13:47 Uhr
Jusos Münster drohen mit Dülmen: Angst vor Vertreibung
Mit diesem Anti-Dülmen-Plakat machen die Jusos auf die problematische Wohnsituation in Münster aufmerksam. Foto: Jusos Münster/facebook

Die Jugendorganisation der Sozialdemokraten plakatiert auf ihrer facebook-Seite einen traurigen Studenten, dessen Hab und Gut in einem Möbelwagen untergebracht worden ist.  Darüber die schmissige Überschrift: "Damit du nicht bald nach Dülmen ziehen musst. Wir bauen endlich einen neuen Stadtteil!"

Die Vorlage wird von den Kommentatoren gerne aufgegriffen: "Angst unter jungen Menschen zu schüren, nach Dülmen zu ziehen ist völlig unangebracht", reagiert etwa die Junge Union Dülmen. Mit dem Zug sei man von Dülmen aus schneller am Hauptbahnhof in Münster als mit dem Fahrrad aus Kinderhaus.

Die Jusos rudern prompt zurück: Die Aussage gehe nicht gegen den Standort Dülmen, sondern gegen das Verdrängen von Studenten aus Münster. "Wenn sie eigentlich in Münster leben wollen, ist es aber halt etwas Negatives", bleiben die Jusos Münster bei ihrer Kernaussage.

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