Blutspenden in Corona-Zeiten
Spender werden dringend gebraucht

Dülmen. Das Deutsche Rote Kreuz und die DAK schlagen Alarm: In letzter Zeit gingen die Zahlen der Blutspenden massiv zurück. Dabei gibt es auch hier Hygiene- und Abstandsregeln.

Mittwoch, 02.09.2020, 15:10 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 15:27 Uhr
Blutspenden in Corona-Zeiten: Spender werden dringend gebraucht
Auch beim Blutspenden gelten die Hygiene- und Abstandsregeln. Foto: mm

Blut spenden in Corona-Zeiten. Ist das überhaupt sicher? Kann ich mich als Spender da nicht ganz leicht anstecken? Jan Schniggendiller, stellvertretender Jugendrotkreuz-Leiter in Dülmen, erklärt: „Die Räumlichkeiten sowie Abläufe während der Blutspende sind so geändert worden, dass Abstände eingehalten werden können.“ Das bedeutet jedoch konkret, dass weniger Betten und somit generell weniger Platz für die Spende zur Verfügung stehen. Daher mussten viele Blutspendetermine bereits abgesagt werden. Nun fehlen mehrere tausend Blutkonserven.

Schniggendiller bedauert das. „Das könnte daran liegen“, vermutet er, „dass das Essen oft ein Anreiz war.“ Das fehlt nun in Form von Buffets und wird nur noch als Lunchpaket bereit gestellt. Auch Angehörige und Kinder dürfen nicht mehr mit. Zudem käme die Urlaubszeit und vor allem die Angst, sich über Blutkonserven mit Corona anzustecken. "Das hat die Zahl der Spender drastisch zurückgehen lassen", betont Schniggendiller.

Corona ist nicht über Transfusionen übertragbar

Das bestätigt auch Sabine Marxl. Sie ist die Leiterin der DAK-Gesundheit in Dülmen. Auch sie erklärt, dass die Vorkehrungen beim Blutspenden so sicher, wie möglich sind. „Vor der Blutspende werden Körpertemperatur, Puls, Blutdruck und Blutfarbstoffwert gemessen.“ Blutübertragungen (Bluttransfusionen) seien für Patienten nicht gefährlich. „Auch dann nicht, falls ein Blutspender erkrankt gespendet haben sollte.“

Die nächsten Termine finden statt am Freitag, den 04. September von 16 Uhr bis 20.30 Uhr in der Pestalozzi-Schule (an der Kreuzkirche 5) und am Donnerstag, den 10. September von 16 Uhr bis 20.30 Uhr in der Gesundheitsschule „MaxQ“ in der ehemaligen St. Barbara-Kaserne im Dernekamp (Heinrich-Leggewie-Str. 1).

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