Zirkusfamilie kämpft ums Überleben
"Wir spielen auch für 50 Euro"

Dülmen. „Wir sind ja sonst jede Woche woanders. Jetzt hängen wir seit März in Hausdülmen fest“, erklärt die Artistin Scarlett Kaselowsky von der Zirkusfamilie Fantastico. In der Corona-Pandemie ist dem fahrenden Volk bis auf Weiteres die Weiterreise verboten, an große Zirkusabende im Zelt ist gar nicht zu denken.

Und trotzdem stecken die Zirkusleute nicht auf. „Wir treten auch für 50 Euro auf, wir können wirklich jeden Cent gebrauchen“, versichert Kaselowsky. Und wer nicht viel Geld übrig hat, darf auch gern weiterhin Futter spenden. „Wir können aber auch private Aufführungen in Hausdülmen auf dem Wohnmobil-Stellplatz organisieren, dann müssen wir ja nicht rausfahren.“

Ganz so wenig haben die Spenden der Heilig Geist Stiftung dann auch nicht ergeben, sodass die Familie hier in der improvisierten Mange mit Clownerie, Jonglage und Artistik eine gelungene Kostprobe ihres Könnens abliefern konnte. Die Bewohner des Altenheimes hatten ihre helle Freude am Spektakel.

Die Zirkusfamilie Kaselowsky freut sich über jede Unterstützung.

Wer sie privat buchen möchte, darf gerne unter Tel. 01525/6422866 anrufen.

Mittwoch, 05.08.2020, 18:13 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 19:25 Uhr
Zirkusfamilie kämpft ums Überleben: "Wir spielen auch für 50 Euro"
Klein und Groß, jung und alt freuen sich, wenn der Zirkus kommt. Da geht es den Zirkusleuten nicht anders. Foto: Michalak
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