Jazzband Leerik im düb
Hipper Soundtrack zum Sommerabend

Dülmen. Viele Worte machte Keyboarder Axel Steinbiss nicht: „Hey Leute, herzlich willkommen, es geht los“, begrüßte er die Jazz-Fans, die sich am Samstagabend im Freizeitbad düb um die Bühne versammelt hatten. Und dann legte das Quartett um Hendrik Lensing (E-Gitarre) und Alexander Rink (Drums) auch sofort los.

Sonntag, 26.07.2020, 17:49 Uhr aktualisiert: 26.07.2020, 17:59 Uhr
Jazzband Leerik im düb: Hipper Soundtrack zum Sommerabend
Vier Musiker, die sich bestens verstehen und ihr Publikum in Klangwelten entführten: Leerik bei ihrem Auftritt im düb. Foto: Claudia Marcy

Furios und gefühlvoll

Ziemlich entspannte Jazz-Musik mit langen Gitarrenpassagen, begleitetet von einem immer wieder furios aufspielenden Keyboard sowie der gefühlvollen Percussion von Alexander Rink erklang. Das Publikum, weiträumig verteilt unter den Bäumen sitzend, ließ sich von den Klängen mitnehmen.

Perfektes Zusammenspiel

Leerik - das sind Hendrik Lensing und Alexander Rink, die sich für die einzelnen Projekte jeweils Gastmusiker holen. An dem Abend in Dülmen waren das der Bassist Freddi Lubitz und der Keyboarder Axel Steinbiss. Das Zusammenspiel der Vier an dem Abend klappte so perfekt, dass Karsten Friebel vom städtischen Kulturteam sich in der Pause bei den Musikern vergewissern musste, dass ein als „Impro“ angekündigtes Stück auch tatsächlich improvisiert worden war (war es).

Dankeschön für die Veranstalter

Überhaupt Karsten Friebel: Er erhielt an dem Abend - nicht nur von Musikern von der Bühne herab - ein dickes Dankeschön für das Veranstaltungsprogramm, das das städtische Kulturteam recht schnell nach Absage des Dülmener Sommers auf die Beine gestellt hat. Friebel freute sich über das Lob, verwies aber seinerseits auf die Partner und Unterstützer, ohne die das Sommerprogramm nicht möglich wäre.

Appell an Solidarität

Künstler sind auf solche Initiativen angewiesen, jetzt, wo viele Clubs noch geschlossen sind und es fraglich ist, welche Veranstalter die Corona-Zeit überleben, schilderte Alexander Rink im Gespräch mit der DZ die schwierige Situation für sich und seine Kollegen. So bedankten sich die Musiker vor der letzten Zugabe dann auch bei ihren Zuhörern, die an dem Abend gekommen waren, und appellierten an die Solidarität derjenigen, denen Kultur etwas bedeutet: „Unterstützt Kultur so viel ihr könnt!“

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