Vier Schulen sind beim Lernort-Projekt dabei
Visbeck: Der Dornröschenschlaf ist vorbei

Dülmen. Fast vergessen war das Areal des ehemaligen Munitionslagers Visbeck. Doch jetzt wird das Gelände wiederbelebt. Und mit dabei sind auch vier Dülmener Schulen.

Freitag, 03.07.2020, 18:00 Uhr
Vier Schulen sind beim Lernort-Projekt dabei: Visbeck: Der Dornröschenschlaf ist vorbei
An der Idee, in Visbeck einen Lern-Erlebnisort zu entwickeln, arbeiten bereits zahlreiche Partner mit. Am Freitag unterschrieben vier Schulen eine Absichtserklärung. Foto: Stadt Dülmen / Wischeloh

Es ist ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird - ein weitläufiges Areal, das viele Jahre in einem Dornröschenschlaf versunken lag. Wer das ehemalige Munitionslager Visbeck betritt, fühlt sich in der Zeit zurückversetzt: Bunkeranlagen, Wachtürme und Stacheldrahtzäune wechseln sich mit Flächen ab, die längst die Natur zurückerobert hat.

Für die Stadt Dülmen bietet die ehemalige militärische Anlage nach Angaben der Verwaltung eine doppelte Chance: Ein großer Teil bleibt als ökologische Ausgleichsfläche der Natur überlassen. Die historisch besonders bedeutenden Flächen sollen aber auch für die historische Bildung genutzt werden (DZ berichtete). Gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entwickelt die Stadt deshalb ein Konzept für einen Lern-Erlebnisort.

Beteiligung der Schulen

An dem Projekt beteiligen sich künftig auch mehrere Schulen: Die Leitungen der Marien-, Pestalozzi-, Kardinal-von-Galen- sowie der Hermann-Leeser-Schule unterzeichneten am Freitag eine gemeinsame Absichtserklärung.

Stadt und Uni Münster hoffen bei der Entwicklung des Lern-Erlebnisortes auf zusätzliche Fördergelder. Ein entsprechender Antrag „Transformationsort Visbeck“ ist beim Bundesbildungsministerium gestellt und hat bereits die erste von drei Auswahlrunden erfolgreich durchlaufen.

Hoffen auf Fördergeld vom Bund

Sollte der Förderantrag von Erfolg gekrönt sein - mit einer Entscheidung ist im Herbst zu rechnen - wird in der VHS Dülmen ein Projektbüro als zentraler Anlaufpunkt eingerichtet werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung von Guides: Diese sollen Führungen mit historisch-politischem und ökologischem Schwerpunkt über Teile des schwer zugänglichen Geländes durchführen.

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