Fridays For Future demonstriert vor dem SPD-Büro
Schluss mit Kohlestrom bis 2030

Dülmen. An mehreren Stellen in der Innenstadt gab es am Donnerstagnachmittag Kreidezeichnungen gegen das Kohleausstiegsgesetz. Vor dem SPD-Büro in der Viktorstraße hatten sich ein Dutzend Klimaschützer zu einer Mahnwache versammelt. Dülmens SPD-Vorsitzender Simon Peletz stellte sich der Diskussion.

Donnerstag, 02.07.2020, 18:00 Uhr
Fridays For Future demonstriert vor dem SPD-Büro: Schluss mit Kohlestrom bis 2030
Dülmens SPD-Vorsitzender Simon Peletz (r.) stellte sich der Diskussion mit den Klimaschützern. Foto: Hülsheger

„Große Kohle-Koalition“, „Keine Zukunft mit Kohle“ oder „Kohleausstieg 2030“. An mehreren Stellen in der Innenstadt gab es am Donnerstagnachmittag Kreidezeichnungen gegen das Kohleausstiegsgesetz. Vor dem SPD-Büro in der Viktorstraße hatte sich ein Dutzend Klimaschützer zu einer Mahnwache versammelt.

Protest vor dem SPD-Büro

„Der jetzige Entwurf zum ‚Kohleausstiegsgesetz‘ ermöglicht noch für knapp zwei Jahrzehnte die Verbrennung dieses dreckigen, unwirtschaftlichen und zerstörerischen Energieträgers. Menschen aus sieben Dörfern verlieren durch die Kohleverstromung ihr Zuhause und müssen ihr weichen. Damit werden die Stimmen der Bevölkerung und der Wissenschaft bewusst ignoriert, während den Energiekonzernen zusätzlich Steuergelder in Milliardenhöhe zugeschoben werden“, erklärt Anni Bülter, Aktivistin bei Fridays For Future Dülmen in einer Mitteilung zur Mahnwache.

In dem im April 2019 veröffentlichten Forderungspapier fordert Fridays for Future Deutschland den deutschen Kohleausstieg bis 2030 und die Beendigung der Subventionen für fossile Energieträger. Das Gesetz, welches den Ausstieg in 2038 vorsieht, soll heute im Bundestag verabschiedet werden. Daher wurde in vielen Städten in Deutschland am Donnerstag protestiert, oft vor SPD-Büros.

SPD-Vorsitzender stellt sich Diskussion

Dülmens SPD-Vorsitzender Simon Peletz stellte sich der Diskussion. So sei Deutschland das erste Industrieland, welches auf Atom- und Kohleenergie verzichten werde. Zudem beginne der Ausstieg aus der Kohle bereits.

„Bis 2030 soll ja schon mehr als die Hälfte der Kraftwerke abgeschaltet werden.“ Zudem müsse man neben der ökologischen auch die soziale Sicht berücksichtigen. Zugleich verwies Peletz auf klimapolitische Erfolge der SPD beim aktuellen Konjunkturpaket, welches unter anderem eine Förderung nur beim Kauf von E-Autos vorsieht.

Die Aktivisten forderten von der Politik, die Folgen des Klimawandels noch deutlicher anzusprechen. „Klimaschutz sei Menschheitsschutz“. So würden die Folgen der Erderwärmung immer noch nicht ernst genug genommen.

Weitere Passanten beteiligten sich an der Diskussion mit den Aktivisten. Debattiert wurde, wie für Corona-Zeiten üblich, mit Maske.

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