Großaufgebot der Feuerwehr bekämpft Dachstuhlbrand in Welte
Einsatz bis zum nächsten Morgen

Dülmen. Mit einem Großaufgebot bekämpfte die Feuerwehr einen Dachstuhlbrand in Welte. Das Feuer war am Montagabend ausgebrochen. Die letzten Einsatzkräfte rückten erst Dienstagmorgen ab. Erkenntnisse zur Brandursache gab es Dienstag noch nicht.

Dienstag, 30.06.2020, 18:00 Uhr
Brandermittler der Polizei suchen noch nach der Brandursache in dem zerstörten Haus in Welte.
Brandermittler der Polizei suchen noch nach der Brandursache in dem zerstörten Haus in Welte. Foto: Kerstan

Elisabeth Rusche ist froh, dankbar und traurig zugleich. Froh, dass sie und ihr Mann rechtzeitig aus ihrem brennenden Haus gekommen sind. Dankbar den Einsatzkräften, die ihr Besten getan haben, sowie der Nachbarschaft, die sofort zur Hilfe eilte. Und traurig, wenn sie das betrachtet, was von ihrem Wohnhaus übrig ist.

120 Einsatzkräfte rückten aus

Hier brannte am Montagabend der Dachstuhl, was für die Feuerwehr zu einem Großeinsatz wurde. Rund 120 Einsatzkräfte rückten aus. Gegen 17.45 Uhr waren zunächst die Züge Dülmen-Mitte, Rorup und Welte alarmiert worden. Als sie eintrafen, brannte der Dachstuhl bereits in voller Ausdehnung, sodass die Alarmstufe erhöht wurde und die Züge Merfeld und Daldrup ebenfalls anrückten.

Elisabeth Rusche erinnert sich gut an die Momente, bevor sie und ihr Mann aus dem Haus flüchteten. Sie sei mit dem Hund unterwegs gewesen und habe bei der Rückkehr bereits einen Rauchgeruch bemerkt. „Irgendwie kam aus dem Dachstuhl Rauch raus.“ Auch eine Nachbarin hatte das bemerkt und kam hinzu. Das Ehepaar Rusche gelang es noch, schnell einige wenige, wichtige Sachen mitzunehmen, dann flüchteten sie aus der Wohnung. Die Bewohnerin einer Mietwohnung im Gebäude war zu dem Zeitpunkt nicht zuhause, Personen wurden bei dem Großbrand nicht verletzt.

Kein leichter Einsatz für die Wehr

Wohl aber bedeutete das Feuer viel Arbeit für die Einsatzkräfte. Der Brand wurde von außen und über eine Drehleiter bekämpft. „Ein Vorgehen von innen war aufgrund der Einsturzgefahr nicht möglich“, berichtet Hubert Sommer, Leiter der Feuerwehr Dülmen. Die Einsatzkräfte auf der Drehleiter mussten zudem von Hand das Dach öffnen, um an weitere Glutnester heranzukommen. Außerdem mussten viele Fuhren an Wasser zur Einsatzstelle gebracht werden. Hierfür fuhr die Wehr unter anderem Hydranten in Lette an.

Ebenfalls wurde ein großer Tank der Firma Bunge geordert. „Der hat uns sehr gut geholfen. So konnten wir die Zeit überbrücken, bis unsere Fahrzeuge wieder da waren“, so Sommer.

Während des Einsatzes übernahm der Löschzug Buldern die Grundsicherung in der Dülmener Wache. Ebenfalls vor Ort in Welte waren Rettungskräfte des DRK. Da es glücklicherweise keine Verletzten gab, konnte sich das DRK um die Verpflegung der Einsatzkräfte kümmern.
Diese waren an dem Abend noch lange vor Ort. Der Löschzug Welte übernahm dann die Brandwache in der Nacht, wo immer noch einige Glutnester gelöscht werden mussten. „Die letzten Einsatzkräfte sind gegen 8 Uhr am Dienstagmorgen abgerückt“, berichtet Sommer.

(Weitere Berichterstattung zum Thema in der Mittwochs-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

DSC00066
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7475043?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker