40 Besucher durften zur Auktion
Wildpferde und Fänger unter sich

Dülmen. Der Dülmener Wildpferdefang ist zum ersten Mal seit mehr als hundert Jahren ausgefallen. Der Corona-Pandemie wegen.
Obwohl - ganz ausgefallen ist er ja eigentlich doch nicht.

Montag, 01.06.2020, 17:19 Uhr aktualisiert: 01.06.2020, 17:24 Uhr
40 Besucher durften zur Auktion: Wildpferde und Fänger unter sich
Alle Hände voll zu tun hatten Auktionator und Oberförsterin in der Arena. Foto: Michalak

Wie in jedem Jahr haben sich die tapferen Burschen aus den benachbarten Bauerschaften auch im Mai 2020 aufgemacht, um die diesmal 31 Junghengste von der Herde zu trennen. Und wie fast in jedem Jahr konnten sie das bei prächtigem Herzogswetter tun. Der einzige Unterschied: In diesem Jahr schauten ihnen nicht Tausende Menschen dabei zu, es gab kein flankierendes Rahmenprogramm, keine Buden und keine stolzen Besitzer von Merfelder Wildpferden, die zeigten, was die Tiere bei ihnen so alles gelernt haben.

Dank an Helfer und Besucher

„Es hat wirklich alles großartig geklappt. Ein großes Dankeschön an die Fänger, die einen tollen Job gemacht haben, an die wenigen Menschen, die uns in diesem Jahr in der Arena besuchen durften, aber auch an alle, die Verständnis gezeigt haben, für die Situation, und eben nicht gekommen sind.“ Das Veterinäramt hatte ein Auge darauf, dass beim Fang alles im besten Sinne des Tierschützes über die Bühne ging.  Lob und Dank spricht der Generalbevollmächtigte der von Croyschen Verwaltung, Joachim Menke, aus.

Auktion in der Arena

Nach dem Fang durften 40 Menschen in die Arena kommen, die ernsthaft daran interessiert waren, einen der 28 Junghengste zu ersteigern, die dort zusammengetrieben worden waren. Drei Tiere hatte der Herzog, Rudolf von Croy, der mit dem engsten Familienkreis persönlich zur Auktion gekommen war, für sich reserviert. 2600 Euro brachte eine stolze, schwarze Schönheit.

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