Viktor Kaufmannschaft und Dülmen Marketing haben Konzepte für die Innenstadt erarbeitet
City-Shuttle oder neue Radwege?

Dülmen. Die Innenstadt soll belebter, aber der Autoverkehr reduziert werden. Das war das Thema der Arbeitsgruppe der Viktor Kaufmannschaft, die mit Dülmen Marketing vier Mobilitätskonzepte dafür erarbeitet hat.

Dienstag, 26.05.2020, 08:00 Uhr
Viktor Kaufmannschaft und Dülmen Marketing haben Konzepte für die Innenstadt erarbeitet: City-Shuttle oder neue Radwege?
Vertreter der Viktor Kaufmannschaft und von Dülmen Marketing hoffen auf positive Resonanz für ihre Konzepte zur Belebung der Innenstadt. Foto: bsh

Die Innenstadt muss belebt werden. Das ist aus Sicht der Viktor Kaufmannschaft das A und O. Allerdings soll gleichzeitig der Verkehr reduziert werden. Das ist das Anliegen der Stadt. Vertreter der Kaufmannschaft haben nun gemeinsam mit Dülmen Marketing verschiedene Konzepte dazu ausgearbeitet.

„Die Corona-Krise ist nicht der Auslöser der Probleme, die die Innenstadt Dülmens hat“, betont Dr. Hugo Schulze Hobbeling, Geschäftsführer der Viktor GmbH. „Aber sie hat die Auswirkungen beschleunigt.“ Die Konsequenz ist schlussendlich die Schließung von Geschäften. Hinzu kommt nun auch noch eine Großbaustelle, die sich durch die ganze Innenstadt zieht. „Das bedeutet den Wegfall großer und kleiner Events“, erklärte Schulze Hobbeling.

Vier Konzepte - ein Ziel

Konzept I sieht einen Shuttlebus vor, der nach dem „Hop on hop off“-Prinzip seine Gäste gratis von teilweise kostenlosen Parkplätzen am Rand der City durch die Innenstadt befördert. „Das Vorbild ist der Bürgerbus, der von vielen Ehrenamtlichen betrieben wird.“ Für den City-Shuttlebus werden dann etwa 30 bis 40 Freiwillige gesucht.“ Die Finanzierung soll durch Sponsorengelder, Werbeaufkleber und städtische Zuschüsse erfolgen.

Konzept II sieht neue Einbahnstraßen mit Geschwindigkeitsbegrenzungen vor. Durch die Verkehrsberuhigung wird es möglich, Platz zu schaffen.

Konzept III sind Zweirichtungs-Radwege. Das Ziel hierbei: Mehr Sicherheit für Radfahrer einerseits und eine Stärkung des Radverkehrs andererseits. Die Radwege werden baulich durch Pöller von der Straße getrennt.

Konzept IV beschäftigt sich mit alternativen Transport- und Fortbewegungsmitteln. Lastenräder, E-Scooter und der sogenannte "Dülmen-Trolley" sind vorgesehen, als Alternative zum Auto fungieren.

„Wir hoffen, dass nun ein Diskussionsprozess bei den Experten und der Politik hervorgerufen wird“, sagte Tim Weyer abschließend. Vielleicht könne nach der Sommerpause mit den ersten Maßnahmen begonnen werden. Als nächster Schritt werde ein Fraktionsvorsitzender eingeladen, um ein gemeinsames Vorgehen zu besprechen.

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