Dülmener halten sich an Kontaktsperre
Frühlingsausflug ist nicht verboten

Dülmen. Die Dülmener halten sich weitgehend an die Kontaktsperre. Nur zweimal musste die Polizei am Wochenende aufgrund der Corona-Richtlinien einschreiten, auf einem Parkplatz in Dülmen, wo sich mehrere Personen getroffen hatten und in Buldern, wo drei Menschen gegen das Kontaktverbot verstießen.

Montag, 06.04.2020, 18:59 Uhr
Dülmener halten sich an Kontaktsperre: Frühlingsausflug ist nicht verboten
Lange Schlangen bildetn sich am Wochenende vor den Eisdielen. Die Dülmener zeigten sich diszipliniert. Foto: Hans Ramberg

Auch das städtische Ordnungsamt hat Kontrollen durchgeführt. Dabei standen die Orte im Fokus, an denen viel Frequenz herrscht. Wie die Innenstadt, die Grillplätze oder der Bulderner See. „Das schöne Wetter hat dazu geführt, dass viele Menschen an der frischen Luft waren. Dies aber, so unsere Einschätzung, zum großen Teil unter Beachtung der Schutzmaßnahmen“, erklärt André Siemes von der städtischen Pressestelle auf DZ-Anfrage.

Camper waren einsichtig

Vor den Eisdielen hätten sich lange Warteschlangen gebildet - wobei die Wartenden darauf achteten, den Sicherheitsabstand einzuhalten. „Einen Einsatz gab es auf einem Campingplatz, auf dem sich mehrere Nutzer aufhielten. Nach entsprechender Anordnung wurde am Folgetag festgestellt, dass der Aufforderung, den Campingplatz zu verlassen, nachgekommen wurde“, erklärt Siemes. In Anbetracht der Größe des Stadtgebietes sei eine vollständige Überwachung nicht zu leisten. „Über die Osterfeiertage werden die Kontrollen fortgesetzt“, kündigt er an.

Lob von der Polizei

„Ich selbst war rund 70 Kilometer auf dem Rennrad unterwegs, aber ich konnte keine Verstöße beobachten“, lobt auch Polizeisprecherin Britta Venker das besonnene Verhalten der Bürger. Dennoch war das Bedürfnis in Dülmen und Umgebung groß, das Frühlingswetter zu nutzen. So war der Silbersee III stark frequentiert und der Hellweg zwischen Mühlenbach und Quarzwerkstraße zugeparkt. Autos mit Dortmunder, Gelsenkirchener oder Kölner Kennzeichen standen dort, aber am See verhielten sich die Ausflügler diszipliniert.

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