Bündnis aus SPD, FDP und Grünen stößt Bürgerbegehren an
Königsplatz soll autofrei bleiben

Dülmen. Sollen auf dem Königsplatz Autos fahren dürfen? SPD, Grüne und FDP sagen: Nein. Mit einem Bürgerbegehren wollen sie durchsetzen, dass der Platz das ganze Jahr über autofrei wird.

Mittwoch, 04.03.2020, 09:30 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 12:36 Uhr
Bündnis aus SPD, FDP und Grünen stößt Bürgerbegehren an: Königsplatz soll autofrei bleiben
Das Bündnis aus SPD, FDP und Grünen will eine ganzjährige Sperrung des Königsplatzes für den motorisierten Verkehr erreichen. Foto: Stief

„Wir sind nicht immer einer Meinung, aber in diesem Falle schon“, sagt Dülmens SPD-Chef Simon Peletz. Der aktuelle Anlass für das Bündnis von SPD, FDP und Grünen ist der gemeinsame Wille, den Königsplatz ab dem kommenden Jahr ganzjährig für den motorisierten Verkehr zu schließen. Erreicht werden soll das gemeinsame Ziel über ein Bürgerbegehren, für das ab sofort Unterschriften gesammelt werden.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Wohlgemuth erinnerte daran, dass vor einem Jahr zunächst Einigkeit über die Sperrung zu herrschen schien. Doch dann hätte sich die CDU mit ihrer absoluten Mehrheit gegen den Vorschlag der Verwaltung durchgesetzt.

Verwirrende Regelung

So sei es zu der aktuellen Regelung gekommen und die sieht eine Öffnung des Platzes im Winter und eine Sperrung im Sommer vor. „Das sorgt dabei eher für Verwirrung als für Sicherheit und Kontinuität. Gerade in den Wechselzeiten der Sperrvorgabe kann es so zu Fehlverhalten und damit zu kritischen Situationen kommen“, so die drei Initiatoren des Bürgerbegehrens.

Grünen-Sprecher Florian Kübber sieht in dem Bürgerbegehren „die gute Möglichkeit, die Bürger direkt zu befragen, und bei bestimmten Entscheidungen - wie dieser - sollten wir die Bürger auch mitnehmen.“

Große Verkehrsbelastung

Die drei Initiatoren erinnerten daran, dass es vor vier Jahren mit einem ähnlichen Begehren gelungen war, die Zahl der Beigeordneten auf zwei zu begrenzen. Zur Begründung des Bürgerbegehrens Königsplatz heißt es: „Eine einheitliche Verkehrsberuhigung würde bei allen Verkehrsteilnehmern für Klarheit sorgen und den Platz ganzjährig aufwerten.

So entstehen deutlich weniger Abgase und Störungen durch die etwa 800 Kraftfahrzeuge täglich. Für Familien mit Kindern bietet die ganzjährige Verkehrsberuhigung deutlich mehr Sicherheit und für die Besucher der angrenzenden Gastronomien mehr Erholungswert. Eine Vorlage der Stadtverwaltung, in der dies bereits vorgesehen war, wurde leider im Rat abgelehnt.“

Eigene Internetseite

Die Vertreter des Bündnisses Schließung des Königsplatzes betonten, dass für die Stadt Dülmen durch die reine Sperrung des Königsplatzes für den Kfz-Verkehr keine Mehrkosten entstehen würden. Auch die bestehenden Parkbuchten blieben bei einer Sperrung weiterhin erreichbar.
Zuversichtlich ist das Bündnis hinsichtlich der Erfolgsaussichten des jetzt gestarteten Bürgerbegehrens.

„Wir haben bei unseren Infoständen immer wieder von den Bürgern zu hören bekommen, dass sie sich mehr Grün und auch mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt wünschen“, so Peletz. Informieren will das Bündnis von SPD, FDP und Grünen über das Bürgerbegehren an Infoständen in der Innenstadt, wo auch die Unterschriftenlisten ausliegen.

Eine eigene Internetseite haben die Initiatoren ebenfalls geschaltet.

 www.koenigsplatz-duelmen.de

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