Weil Unterschriften fehlten
Kinder durften nicht bleiben

Dülmen. Das Nachsehen hatten Montag die Eltern, deren Kinder die Kita im Dernekamp, das bisherige Kinderhaus Rasselbande, besuchen. Denn die Kita blieb geschlossen. Grund: Noch fehlten die Unterschriften unter dem Übertragungsvertrag. Die wurden im Laufe des Vormittags im Rathaus geleistet.

Montag, 02.03.2020, 18:30 Uhr
Weil Unterschriften fehlten: Kinder durften nicht bleiben
Angelika Kirstein vom Kinderhaus Rasselbande und Christoph Schlütermann vom DRK-Kreisverband Coesfeld unterschrieben im Balkonzimmer des Rathauses den Übertragungsvertrag Foto: Stadt Dülmen

Verärgerte Eltern

„Die Kinder konnten nicht gebracht werden beziehungsweise die, die schon um 7 Uhr gebracht worden waren, mussten alle wieder abgeholt werden“, beschrieb eine Mutter die Situation am Morgen. Nach all den Monaten mit Notgruppe, Teilschließung und Platz-Sharing war das für einige Eltern eine wirklich unerfreuliche Situation. Waren sie doch fest davon ausgegangen, dass mit dem Trägerwechsel vom Kinderhaus Rasselbande zum Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zum 1. März nun alles wieder in geordneten Bahnen in der Einrichtung verläuft.

Juristische Detail noch nicht geklärt

Grund für das Stocken des Kindergartenablaufs: Es waren noch einige juristische Detailfragen zum Übertragungsvertrag nicht geklärt. „Letzte Abstimmungsschwierigkeiten bedeuteten, dass die Kinder am Montagmorgen in der Einrichtung nicht betreut werden konnten, da der neue Träger ohne wirksame Vereinbarung aus Haftungsgründen nicht handeln konnte“, heißt es erklärend dazu von der städtischen Pressestelle.

Entschuldigung vom Ersten Beigeordneten

„Dass sich aus den abschließenden Schritten der Vertragsverhandlungen eine Verzögerung und damit einhergehend ein solch unglücklicher Umstand für Eltern und Kinder ergeben hat, bedauern wir sehr“, entschuldigte sich Dülmens Erster Beigeordnete, Christoph Noelke, im Namen der Beteiligten. Am Mittag dann waren alle Fragen geklärt, der Übertragungsvertrag konnte unterschrieben werden.

Normaler Betrieb ab Dienstag

Ab Dienstag, 3. März, werden die Kinder die Einrichtung wie geplant unter der Leitung des neuen Trägers besuchen können. Dabei bleiben dem Nachwuchs die vertrauten Gesichter, denn der DRK-Kreisverband hat viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen.

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