DRK-Chef im DZ-Gespräch
"Gut auf Corona vorbereitet"

Dülmen. Worauf muss sich das Deutsche Rote Kreuz jetzt konkret in Sachen Corona-Virus einstellen? Darüber sprach DZ-Redaktionsleiter Markus Michalak mit dem DRK-Kreisgeschäftsführer Christoph Schlütermann.

Montag, 02.03.2020, 21:05 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 21:10 Uhr
DRK-Chef im DZ-Gespräch: "Gut auf Corona vorbereitet"
Das DRK vor Ort sieht sich gut auf das Corona-Virus vorbereitet. Foto: dpa

Was wäre eigentlich der schlimmste anzunehmende Fall bei Corona?

Christoph Schlütermann: Wenn die Zahl der Patienten so rasant steigen würde, dass die medizinische Versorgung gefährdet wäre und die Stadt abgeriegelt würde. Doch selbst dann könnte das DRK noch ein Notkrankenhaus errichten und für die Verpflegung der Bevölkerung sorgen. Einige Tage bis wenige Wochen. Doch von einem solchen Szenario sind wir noch meilenweit entfernt.

Was wird denn auf das DRK zukommen?

Schlütermann: Unser Krisenmanagement kann helfen. Wir können Krankentransporte von Infizierten unter Vollschutz unserer Mitarbeiter leisten. Wir verfügen über entsprechende Fahrzeuge und die Ausrüstung. Außerdem sind unsere Männer und Frauen für diese Aufgabe gut ausgebildet. Zudem können wir auch Abstriche von Verdachtspersonen in die Labore befördern.

Was kann jeder einzelne denn jetzt tun?

Schlütermann: Da gelten die altbekannten Regeln. Händehygiene ist ganz wichtig, um Ansteckungen zu vermeiden. Und bevor ich bei Verdacht zum Arzt oder ins Krankenhaus gehe, sollte ich mit einem Experten telefonieren. Der kann dann klären, ob und wo ich mich untersuchen lassen sollte.

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