Masernschutzgesetz tritt am 1. März in Kraft
Nur noch geimpft in die Kita

Dülmen. Es gibt sie, auch im Kreis Coesfeld. Aber es sind nicht viele: Gut zwei Prozent aller Mädchen und Jungen eines i-Männchen-Jahrgangs sind nicht geimpft. Weil ihre Eltern Impfgegner sind.

Donnerstag, 27.02.2020, 20:00 Uhr
Masernschutzgesetz tritt am 1. März in Kraft: Nur noch geimpft in die Kita
Symbolbild Foto: dpa

Das sagt Celine Klostermann vom Gesundheitsamt des Kreises. Am Sonntag tritt das Masernschutzgesetz in Kraft. Das besagt: Soll ein Kind in eine Kita aufgenommen werden, müssen Eltern nachweisen, dass es gegen Masern geimpft ist. Können sie das nicht, darf das Kind die Kita nicht besuchen. Auch Schulkinder müssen gegen Masern geimpft sein. Wer keinen Impfschutz hat, kann aber nicht vom Unterricht ausgeschlossen werden. Schließlich besteht Schulpflicht.

Pläne gibt es noch nicht

Gibt es einen Plan, wie die impfkritischen Eltern „bekehrt“ werden können? Celine Klostermann vom Gesundheitsamt verneint: Sie werde ihre Beratung wie immer machen, sagt sie. Ein pauschales, standardisiertes Vorgehen ist aus ihrer Sicht nicht zielführend, weil sich jeder Fall ein bisschen anders darstelle.

„Wichtig ist herauszufinden, was Sorge macht und was sinnvoll ist,“, sagt sie. Ihre Erfahrung aus den Elterngesprächen: „Wirkliche Impfgegner haben sich mit dem Thema auseinander gesetzt.“ Ob das Druckmittel „ohne Impfschutz keine Kinderbetreuung in der Kita“ zu einem Umdenken führt, bleibt aus Sicht der Gesundheitsexpertin jetzt abzuwarten.

Nachweise müssen nachgereicht werden

Mädchen und Jungen, die bereits im Kindergarten sind, müssen den Nachweis über einen Impfschutz erst bis zum 31. Juli 2021 nachreichen.
Was für die Kleinen gilt, gilt auch für die Großen. Auch Mitarbeiter in Kitas oder Schulen müssen einen Impfschutz nachweisen. Es sei denn, sie sind vor 1970 geboren. Menschen in dieser Altersklasse, davon wird ausgegangen, haben Antikörper gegen das Masernvirus gebildet.

Prüfung durch Einrichtungen selbst

Ob der Impfschutz bei Kindern und Erwachsenen vorliegt, haben nicht die Behörden, sondern die Leiter der Einrichtung zu prüfen - und dem Gesundheitsamt die Namen der Nicht-Geimpften zu melden.

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