Nach und nach werden die Heiligenfiguren wieder hergestellt
Von den Schändern fehlt jede Spur

Dülmen.  Vor knapp vier Jahren hatten Vandalen bei mehreren Heiligenstatuen und Kreuzwegstationen in ganz Dülmen großen Schaden angerichtet.
Betroffen war damals auch die Marienstatue in Merfeld, der die Unbekannten die Nase abgeschlagen hatten. Zusätzlich sorgten Witterungseinflüsse dafür, dass die Statue in einem wenig ansehnlichen Zustand war. Der Heimatverein Merfeld und federführend Karl-Heinz Espeter hatten sich der Sache angenommen und nach einem Mitgliedervotum war schnell klar, dass der Verein sich um die Restaurierung kümmern würde.

Mittwoch, 26.02.2020, 20:51 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 21:00 Uhr
Nach und nach werden die Heiligenfiguren wieder hergestellt: Von den Schändern fehlt jede Spur
Dank privater Initiative ist die Marienstatue in Merfeld wieder hergestellt. Foto: Michalak

Sponsorenhilfe

 „Wir haben zunächst versucht, Mittel aus dem Förderprogramm Heimatscheck der Landesregierung zu bekommen, hatten dabei allerdings keinen Erfolg“, so Espeter. Dafür war aber die Suche nach Sponsoren erfolgreicher, denn sowohl die Sparkasse Westmünsterland als auch die VR-Bank Westmünsterland gaben Zuschüsse.
Da die Statue auf einem Privatgrundstück steht, gab es zwar keine Unterstützung aus kirchlichen Kassen, dennoch holte die Zentralrendantur zusammen mit einer anderen Ausschreibung ein Angebot der Fachfirma Dirks aus Billerbeck ein, die vom Heimatverein Merfeld schließlich den Zuschlag erhielt. Und die Restaurierungsexperten haben inzwischen ganze Arbeit geleistet. Nachdem das Ensemble in Merfeld lange Zeit wenig ansehnlich war, ist daraus inzwischen wieder ein vorzeigbarer Ort geworden.

Heimatverein wird tätig

Der Heimatverein hatte sich auch um die Unterhaltung des Geländes gekümmert. „Außerdem hat die Stadt Dülmen das Grundstück neu bepflanzt“, freute sich Espeter über die Unterstützung durch den Baubetriebshof.
Im Herbst 2016 hatten die Vandalen mehrere Heiligenstatuen und Kreuzwegstationen in ganz Dülmen beschädigt oder zerstört. Nach Auskunft von Günther Fehmer von der Zentralrendantur wurden die Schäden am Kriegerdenkmal Karthaus inzwischen beseitigt, nachdem Unbekannte dort die Nase eines Engels über dem Denkmal abgeschlagen hatten. Hier hatte sich der Verein der Karthäuser um die Restaurierung gekümmert.

Weitere Schäden behoben

Im vergangenen Jahr sind die Schäden an der Marienstatue mit Jesuskind in Rorup beseitigt worden. „Die Restaurierungen rund um die Kreuzkapelle sind bislang leider noch nicht in Angriff genommen worden, der Kirchenvorstand hat dazu aber erklärt, dass man dies beizeiten in den Blick nehmen will“, so Fehmer. Die Spuren der Verwüstung schwinden allmählich. „Aber die Täter wurden bisher nach meinem Wissen nicht gefasst, obwohl die Polizei damals mehrere Aufrufe gestartet hatte“, so Fehmer.

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