Ortwin Bickhove-Swiderski über die NS-Zeit in Haltern
Auf der Spur eines „Blutzeugen“

Dülmen. Ursprünglich sollte es ein zweiseitiger Artikel werden über den jungen SA-Mann Bernard Gerwert aus Sythen. Herausgekommen ist ein über 170 Seiten starkes Buch von Ortwin Bickhove-Swiderski: „Die Anfänge der NS-Zeit in Haltern am See - und der Fall Bernard Gerwert aus Sythen“

Dienstag, 11.02.2020, 18:40 Uhr
Ortwin Bickhove-Swiderski über die NS-Zeit in Haltern: Auf der Spur eines „Blutzeugen“
Autor Ortwin Bickhove-Swiderski und Verlegerin Gabriele Hillebrand präsentieren das Buch „Die Anfänge der NS-Zeit in Haltern am See - und der Fall Bernard Gerwert aus Sythen." Foto: Claudia Marcy

Nachdem sich der Heimatforscher Ortwin Bickhove-Swiderski in die Geschichte des jungen Mannes eingearbeitet hatte, der, anders als von den Nazis behauptet nicht im  Kampf gegen Kommunisten, sondern an einer Blindarmentzündung gestorben war, hatte er genug Material für ein Buch. Es ist im Dülmener Laumann-Verlag erschienen und kostet 16,80 Euro.

Mehrjährige Recherche

Vier Jahre haben die Recherchen gedauert, die auch immer wieder nach Dülmen wiesen. 50 Archive hat Bickhove-Swiderski dafür angeschrieben. So hat er Unterlagen unter anderem aus Siegen, Iserlohn, Warendorf oder Bocholt erhalten. Alles, was er in seinem Buch darstellt, könne er anhand etwa von Urkunden, Akten oder Zeitungsausschnitten belegen, betont der Autor und verweist auf die 170 Fußnoten in dem Buch.

Präsentation im Paul-Gerhardt Haus

Offiziell vorstellen wird er sein Buch am Donnerstag, 20. Februar um 19.30 Uhr in Haltern im evangelischen Paul-Gerhardt-Haus. Ideen für neue Recherchen hat er übrigens auch schon - zum Beispiel über Bücherverbrennungen im Kreis Recklinghausen.

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