Einigung wegen Grundstück an der Nordlandwehr
Feuerwache: Die Hängepartie ist zu Ende

Dülmen. Endlich ist die Hängepartie in Sachen Feuerwache zu Ende: Dülmen bekommt ein Feuerwehrtechnisches Zentrum an der Nordlandwehr. Das Grundstück dafür steht zur Verfügung, teilte jetzt die Bürgermeisterin mit. Damit ist klar: Die „große Lösung“ kommt.

Samstag, 08.02.2020, 11:00 Uhr
Einigung wegen Grundstück an der Nordlandwehr: Feuerwache: Die Hängepartie ist zu Ende
Eng ist es an der Feuerwache August-Schlüter-Straße geworden. Foto: Kerstan

Eine gute Nachricht in Sachen Feuer- und Rettungswache an der Nordlandwehr hatte am Freitagabend Bürgermeisterin Lisa Stremlau zur Generalversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes in die Aula des Schulzentrums mitgebracht.

„Ich darf Ihnen mitteilen, dass die Stadt Dülmen, der Kreis Coesfeld als Partner und der Eigentümer der zusätzlichen Flächen eine Einigung erzielt haben. Das erforderliche Grundstück steht für die Nutzung als Feuerwehrtechnisches Zentrum zur Verfügung und kann für diese Zwecke überplant und bebaut werden kann“, sagte sie.

Endlich nehmen die Planungen Fahrt auf

Zwei Sätze, die unscheinbar klingen, es jedoch in sich haben. Bedeutet es doch, dass die Planungen für eine große Feuer- und Rettungswache an der Nordlandwehr endlich Fahrt aufnehmen können.

Noch in diesem Jahr soll es dazu einen Architektenwettbewerb geben. „Es gilt nun, die Anforderungen genau abzustimmen, um die nächsten Schritte zu planen“, heißt es dazu in einer städtischen Mitteilung.

Noelke: Hängepartie ist zu Ende

Auch der Feuerwehrdezernent und Erste Beigeordnete Christoph Noelke freute sich, den Feuerwehrmännern und -frauen diese gute Nachricht mitteilen zu können. Er erinnerte an die Hängepartie der vergangenen zwei Jahre, in denen es in dieser Frage keine nennenswerten Fortschritte gab.

„Für Sie war es zuweilen wohl ein wenig wie in Goethes Faust. Sie kamen zur Versammlung, erhofften sich neue Informationen und mussten am Ende feststellen: Da steh´ ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“

Planungen laufen bereits seit drei Jahren

Tatsächlich hatte die Stadt bereits vor drei Jahren, im Frühjahr 2017, die Öffentlichkeit darüber unterrichtet, dass auf dem Eckgrundstück Nordlandwehr/An der Lehmkuhle die neue Feuer- und Rettungswache für Dülmen-Mitte entstehen soll - als Alternative zur Wache an der August-Schlüter-Straße, die „aus allen Nähten platzt“, wie es immer heißt.

Doch dann hatte der Kreis Coesfeld den Wunsch geäußert, an der Nordlandwehr auch die Atemschutz-Übungsstrecke sowie Räumlichkeiten für den Kreis-Veterinärdienst einzurichten. Also hieß es für die Stadt in Grundstücksverhandlungen zu gehen, denn die „große Lösung“ benötigt mehr Platz. Diese Verhandlungen sind nun abgeschlossen.

Das entsteht an der Nordlandwehr

Die Feuer- und Rettungswache mit Atemschutz-Übungsstrecke, Einrichtungen des Kreis-Veterinärdienstes sowie Räumen für Gerätewartung können damit entstehen. Die Kosten für die Feuerwache sind von der Stadt, die Kosten für die Rettungswache vom Kreis zu tragen, erläuterte die Stadt auf DZ-Anfrage.

Geld für Planungskosten ist da

Dezernent Christoph Noelke erinnerte am Freitagabend zudem daran, dass im städtischen Haushalt 2020 311.0000 Euro an Planungskosten für den Umbau der Feuer- und Rettungswache eingestellt sind.

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