VR-Bank Westmünsterland meldet Rekordzahlen
Gute Geschäfte auch ohne Zinsen

Die VR-Bank Westmünsterland macht es wie viele ihrer Kunden: Sie investiert in Zeiten von Nullzinsen in Immobilien. Das neue Büroquartier in Gescher wird in Kürze unter dem Namen „VR sieben.neun“ eröffnet werden. „Von hier aus wird unser Dienstleistungsangebot inklusive des Videoservices für die 21 Niederlassungen und Filialen gesteuert“, erläuterte Dr. Wolfgang Baecker.

Freitag, 10.01.2020, 16:25 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 16:34 Uhr
VR-Bank Westmünsterland meldet Rekordzahlen: Gute Geschäfte auch ohne Zinsen
Dr. Wolfgang Baecker, Matthias Entrup und Berthold te Vrügt (vr) blicken mit Online-Kollegin VRanzi auf ein positives 2019 zurück. Foto: Michalak

Der Vorstandschef, der wie berichtet in wenigen Wochen in den Ruhestand geht, blickt „hochzufrieden auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück.“ Der Gewinn liegt bei mehr als 21 Millionen Euro, das Kundenvolumen erhöht sich um 470 Millionen Euro auf 5,6 Milliarden Euro, die 48.000 Mitglieder dürfen sich auf eine Dividende in Höhe von 5,5 Prozent freuen.

Gut angelegtes Geld

Die Geldanlagen der Kunden stiegen um 11,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, 1300 neue Mitglieder konnten gewonnen werden. Auch die vergebenen kredite an Privatkunden und Firmen konnten um 7,6 Prozent gesteigert werden.Der Gewinn, erklärte Baecker, fließe zum Teil in die Dividende, rund fünf Millionen Euro würden als Steuern an die Kommunen abgeführt und satte elf Millionen Euro kommen der Rücklage der Bank zugute.

Negativzinsen für Geldparker

Der nachhaltige Erfolg der VR-Bank, so wurde im Pressegespräch deutlich, beruhe in der starken Kompetenz der Beratung, die Kunden auch außerhalb von Zinsgewinnen attraktive Angebote machen könne. „Wir freuen uns auf Neukunden, die mit uns gemeinsam erfolgreich investieren wollen“, bekräftigte Baecker. Zugleich müsse die Bank aber auch Kunden, die ihr Geld lediglich auf Tagesgeldkonto parken, deutlich machen: Das wird ohne Negativzinsen dauerhaft nicht gehen. „Negativzinsen sind für uns kein Geschäftsmodell, und wir möchten mit dem Geld unserer Kunden sinnvoller umgehen“, betont Baecker. Doch da die EZB an der Niedrigzinspolitik festhalte, müsse eben auch die VR-Bank 0,5 Prozent Zinsen für Geld bei der EZB bezahlen. „Diese Kosten geben wir inzwischen an Kunden, die ihr Geld bei uns parken, weiter.“

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