Artothek zeigt Arbeit von Erich Lütkenhaus
Per Zufall wiederentdeckt

Dülmen.  Eine ungewöhnliche Entdeckung machte Rüdiger G. Behrens von der Artothek Münsterland auf einer Kunstauktion. Dort stieß er auf ein Bild von Erich Lütkenhaus, einen gebürtigen Hiddingseler.

Mittwoch, 18.12.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 18.12.2019, 18:18 Uhr
Artothek zeigt Arbeit von Erich Lütkenhaus: Per Zufall wiederentdeckt
Rüdiger G. Behrens mit dem Bild von Erich Lütkenhaus aus dem Jahr 1963. Foto: Claudia Marcy

Von Hiddingsel in die weite Welt

Lütkenhaus, Jahrgang 1924, stammte aus Hiddingsel. Nach einer Ausbildung an der Werkkunstschule in Dortmund sowie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg zog es ihn in die weite Welt. In den Jahren 1963/64 lebte er in Brüssel, wo er mit belgischen Aluchromisten arbeitete. Aus dieser Zeit stammt das Bild, das Behrens erworben hat und das jetzt in der Artothek Münsterland ausgeliehen werden kann.

"Heute würde man die Spraydose nehmen"

Die Aluchromie ist eine Technik, die heute nicht mehr angewandt wird, erläutert Behrends. Auf eine große Aluminiumplatte wird Farbe auftragen und durch ein bestimmtes Verfahren eingebrannt. Fährt man mit der Hand über das Bild, spürt man eine glatte Oberfläche. „Heute würde man die Farben auf die Platte sprayen, damals gab es diese Möglichkeit noch nicht“, sagt Behrens.

Doppelte Entdeckung

So bietet die Neuerwerbung der Artothek die Möglichkeit, einen Hiddingseler Künstler sowie mit der Aluchromie eine fast vergessene Technik wiederzuentdecken.

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