Kümmerer gegen Innenstadt-Kummer
Zusätzliche Stelle für Stadtentwicklung gefordert

Dülmen. In Dülmen fehlt ein „Kümmerer“ für Existenzgründer, Händler, Gastronomen Dienstleister und Immobilieneigentümer. Aber wohl nicht mehr lange: Einstimmig nahm der Wirtschaftsförderungsausschuss einen gemeinsamen Antrag von CDU, SPD und Grünen an. Danach soll die unbefristete Stelle eines City-Managers bei Dülmen Marketing eingerichtet werden. Die dafür erforderlichen Mittel, auch für eine angemessene Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, sollen bis zur Sitzung des Hauptausschusses ermittelt werden.

Donnerstag, 28.11.2019, 17:47 Uhr aktualisiert: 28.11.2019, 17:50 Uhr
Kümmerer gegen Innenstadt-Kummer: Zusätzliche Stelle für Stadtentwicklung gefordert
Der Vorstand des Vereins Dülmen Marketing kann vielleicht bald einen neuen City-Manager begrüßen. Foto: Archiv

Auf Nachfrage von Klaus Stegemann (Linke) betonte Bürgermeisterin Lisa Stremlau, wie wichtig die Einrichtung der zusätzlichen Stelle auch für die Wirtschaftsförderung sei. Deren vielfältige Aufgaben seien zudem sehr zeitintensiv „und jetzt ist es sicher bald möglich, manche intensiven Gespräche noch ausführlicher zu führen.“

Breites Aufgabenspektrum

Den neuen City-Manager erwartet ein breites Aufgabenspektrum, denn er soll auch aktive Netzwerkarbeit mit den unterschiedlichen Akteuren der City leisten. Dazu soll er das Leerstandsmanagement übernehmen, neue Veranstaltungsformate entwickeln und umsetzen.
Manuela Pross (CDU) betonte, dass sich die bereits vorhandene, enge Zusammenarbeit von Wirtschaftsförderung und Dülmen Marketing bewährt hätte, aber die erforderlichen Personalressourcen stehen derzeit weder im Fachbereich Wirtschaftsförderung noch bei Dülmen Marketing zur Verfügung. Wirtschaftsförderer Jürgen Schmude erklärte im Ausschuss, dass sein Kollege Alexander Aberle bisher bei vielen Aufgaben wie den Pop-up-Stores mit dem Stadtmarketing kooperieren würde.

Herausforderung attraktive Innenstadt

Pross lobte die bisher schon erprobte und erfolgreiche Zusammenarbeit, „aber ohne erhebliche Anstrengungen sind die erkennbaren Herausforderungen für die Entwicklung einer attraktiven Innenstadt nicht zu bewältigen.“ Olaf Schlief (SPD) nannte zur Vorgeschichte des gemeinsaen Antrags, dass es bei dem so wichtigen Thema gelungen sei, einen gemeinsamen Nenner zu finden und wünscht sich vom neuen City-Manager, „dass auch eine politische Rückkoppelung im Ausschuss stattfinden soll.“
Gegengesteuert werden soll durch den neuen City-Manager die Situation in der Innenstadt und der negativen Entwicklung der Leerstände im Einzelhandel.

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