Klimaschützer für mehr Grün in der Innenstadt
"Sechs junge Bäume reichen nicht"

Dülmen. Die Blumenkästen am Rathaus könnten demnächst „nahezu die einzige Vegetation auf dem Marktplatz“ sein. Diese Befürchtungen äußern Dülmener Fridays und Parents for Future - also Jugendliche und Erwachsene, die sich für den Klimaschutz engagieren.

Freitag, 15.11.2019, 11:59 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 12:22 Uhr
Klimaschützer für mehr Grün in der Innenstadt: "Sechs junge Bäume reichen nicht"
Die Linden in der Fußgängerzone mussten den Umgestaltungsplänen für den Marktplatz weichen, nun fordern Klimaschützer einen adäquaten Ersatz für die alten Bäume. Foto: Hans-Martin Stief

Klimaschutz in der Innenstadt

Nachdem für die Neugestaltung des Marktplatzes an der Marktstraße sechs Linden gefällt wurden, haben sich die Klimaschützer Gedanken über die Gestaltung der Innenstadt gemacht und eine „Anregung“ an den Rat der Stadt formuliert.

Sechs neue Bäume reichen nicht

„Wir beantragen, den Marktplatz nach der Umgestaltung angemessen zu begrünen“, heißt es in dem Schreiben an die Stadt. Die sechs gefällten alten Linden sollten durch „deutlich mehr junge Bäume“ ersetzt werden, so die Forderung. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die neuen Bäume gut Hitze- und Trockenperioden überstehen können und zudem unter dem Aspekt Artenvielfalt Insekten Nahrung bieten.

Mobile Hochbeete

„Daneben beantragen wir mobile Hochbeete mit insektenfreundlichen Pflanzen sowie Kräutern, die als öffentlicher Garten genutzt werden könnten“, heißt es in der Anregung. Die Beete könnten für Veranstaltungen wie dem Dülmener Winter oder Kirmes versetzt werden. Bei geeigneter Konstruktion könnten sie, so der Verschlag, die Schutzbarrikaden aus Beton ersetzen.

Handeln unter dem Druck des Klimawandels

Weiterhin beantragen die Klimschützer, dass die Begrünung von Fassaden öffentlicher Gebäude in der Innenstadt geprüft wird.“ Unter dem Druck des Klimawandels und den "vermutlich zunehmend heißer werdenden Sommermonaten" muss nach Überzeugung der Klimaschützer gehandelt werden. Bäume, aber auch andere Pflanzen sorgten durch Beschattung und Verdunstung dafür, dass sich der Marktplatz weniger aufheizt und der Aufenthalt dort bei Hitzewellen „erträglich“ ist, heißt es in der Begründung.

Diskussion in Fachauschüssen

Abschließend bitten die Klimaschützer, ihren Antrag auf die Tagesordnung von Umwelt-, Bau- und Hauptausschuss sowie des Stadtrates zu setzen. Unterschrieben ist er von Lotte Volkhardt, Tim Schreiber, Janne Diekmann und Pascal Sträter.

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