Nach der Automatensprengung
Alltag kehrt langsam zurück

Dülmen. Nachdem drei unbekannte Täter am frühen Sonntagmorgen den Geldautomaten im Real-Markt auf dem Quellberg gesprengt und dabei erheblichen Schaden angerichtet hatten, war der Verbrauchermarkt am Montag für die Kundschaft wieder zugänglich. Die Ermittlungen laufen.

Montag, 21.10.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 18:31 Uhr
Nach der Automatensprengung: Alltag kehrt langsam zurück
Einen Tag nach der Sprengung des Geldautomaten hatte der Realmarkt am Montag wieder geöffnet. Foto: Archiv

Eingang an die Seite verlegt

„Der Markt ist regulär geöffnet, allerdings ist Eingang nur über den seitlichen Eingang am Getränkecenter möglich“, erklärte dazu ein Unternehmenssprecher. „Der Markt ist nicht einsturzgefährdet, sonst hätten wir auch nicht öffnen können."

Kleine Läden hatten zu

Wer allerdings zum Friseur, Bäcker oder in das Lotto-Geschäft mit Poststelle wollte, kam vergebens: Die kleinen Läden im Real-Markt hatten geschlossen.

Polizei ermittelt

Mit Flatterband und Barrikaden aus Bierkisten war dieser Bereich am Montagmorgen abgesperrt, bis ein beauftragter Statiker hier seine Arbeit beendet hatte. „Erst dann können wir auch unsere Untersuchungen aufnehmen“, so ein Polizeisprecher.

Am Montagabend teilte die Polizei dann mit, dass die Spurensicherung nun abgeschlossen sei. Jetzt könne der Eingangsbereich des Marktes renoviert werden. Der Gesamtschaden an Geldautomat, Gebäude und Beute liegt laut Polizei im sechsstelligen Eurobereich.

Augenzeugen an der Tankstelle

An der benachbarten Tankstelle waren Kunden und Mitarbeiter Augenzeugen des Verbrechens geworden. Urplötzlich gab es eine Detonation im Eingangsbereich und kurz darauf brauste ein unbeleuchteter Audi, wahrscheinlich RS 4, im Wahnsinnstempo davon. Fast hätten die flüchtenden Täter noch eine Kundin erwischt, die gerade zum Bezahlen in die Tankstelle wollte, so ein Bericht.

Geldautomat mit spezieller Schutzvorrichtung

Rätselhaft ist für die Sparkasse, warum die Täter den Geldautomaten aufsprengen konnten. Habe es sich doch um ein  modernes Modell gehandelt, das zum Beispiel über eine Schutzvorrichtung gegen Gasangriffe verfügte. „Warum die Täter den Automaten dennoch detonieren lassen konnten, kann ich zurzeit noch nicht sagen“, so ein Sprecher. Außerdem war der Automat  zur Tatzeit nicht öffentlich zugänglich.

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