Umweltschonender Saugbagger
90 Tonnen schweben ins Wasser

Merfeld. 90 Tonnen schwer, 46 Meter lang, befestigt an zwei großen Kränen, die schon aus weiter Entfernung gut zu sehen sind. Natürlich sorgt so etwas für Aufsehen. Und Thomas Tecklenborg, Geschäftsführer der Westquarz Tecklenborg, hatte in der Sandgrube in Merfeld für zusätzliches Publikum gesorgt. Mitarbeiter, Nachbarn, Freunde und Verwandte waren gekommen, um sich das Spektakel anzuschauen, wenn der neue Schneidkopf-Saugbagger zu Wasser gelassen wird.

Mittwoch, 02.10.2019, 17:38 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 17:46 Uhr
Umweltschonender Saugbagger: 90 Tonnen schweben ins Wasser
Foto: Hülsheger

Die beiden Kranführer und das restliche Team leisten ganze Arbeit. Nach gut 20 Minuten ist das 90-Tonnen-Gerät auf dem Wasser, schwimmt und kann von den Verbindungen zum Kran befreit werden.

Elektroantrieb statt Diesel

Der neue Saugbagger wird elektrisch betrieben, nicht mehr mit Diesel wie der bisherige Bagger. Der geht nach 37 Dienstjahren nun vom See herunter.

Saugbagger Tecklenborg

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  • Foto: Patrick Hülsheger
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Das neue Arbeitsgerät muss nun noch in die Mitte des Sees gezogen werden und mit einem armdicken Kabel an das neue Trafo-Haus angeschlossen werden.
Dann kann der Sandabbau weitergehen. Weitere drei Millionen Kubikmeter darf Tecklenborg nun abbauen. „Dann sind wir schon einige Jahre weiter“, ist er froh, das mehrere Jahre in Anspruch nehmende Genehmigungsverfahren abgeschlossen zu haben.

Bagger kommt aus Österreich

Der Bagger kommt aus Österreich und war schon im Einsatz. Die bisherige Eigentümer-Firma hatte den Bagger überarbeitet. Dass er nun in Merfeld steht, war ein Zufall. „Wir waren auf der Suche und eigentlich schon bei einer Neuanschaffung, als uns dieser angeboten wurde“, so Tecklenborg.
In Betrieb kann der Bagger 1000 Kubikmeter Sand-Wasser-Gemisch verarbeiten. Daraus werden, je nach Dichte des Materials, zwischen 100 und 120 Kubikmeter Feststoff.

Nicht nur der elektrische Antrieb ist umweltfreundlich, auch der Schneidkopf. Der soll dafür sorgen, dass es weniger Böschungsbruch gibt. Die Zähne des Kopfes werden wohl nur einen Monat halten, die Ersatzteile werden dann entsprechend aufgepanzert, erklärt Tecklenborg.

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