Aus Pumpstation wird Brauerei
Dirk Bonekamp hat eine Biermanufaktur gegründet

Rorup. Ein Bier, gebraut in Dülmen? Diesen Traum hat Dirk Bonekamp wahr gemacht und eine eigene Braumanufaktur eröffnet. Er bietet drei dunkle und drei helle Biere für besondere Anlässe an. Führungen durch die Brauerei können gebucht werden.

Dienstag, 01.10.2019, 10:00 Uhr
Aus Pumpstation wird Brauerei: Dirk Bonekamp hat eine Biermanufaktur gegründet
Dirk Bonekamp (2.v.r.) stellt seine sechs Biersorten aus eigener Produktion vor. Foto: Hülsheger

Schon einige Zeit hat sich Dirk Bonekamp mit dem Thema Bier beschäftigt. Herkunft, Herstellung und Geschmacksrichtungen interessierten ihn. Und so startete er als Hobbybrauer. Nun geht der Roruper den nächsten Schritt. Ende 2018 gründete er die Braumanufaktur Bonekamp GmbH. Sein Anspruch: Hochwertige Biere für besondere Anlässe zu kreieren.

Mehr als nur ein Hobby

Seit 25 Jahren ist Bonekamp Landwirt und begann mit einem 25-Liter-Kessel Bier zu brauen. Seine Versuche als Hobbybrauer fanden schnell viele Freunde. Bei den Rezepten orientiere er sich an historischen Vorlagen.

Dann ergab sich die Möglichkeit, die Fläche der alten Nato-Pumpstation an der Welter Straße zu erwerben. Viele Stunden Arbeit wurden investiert, um hier nun Bier brauen zu können.

Sechs Sorten mit heimischen Zutaten

Sechs Sorten hat Dirk Bonekamp im Angebot, drei helle und drei dunkle Biere. Es sind die Sorten, die bei seinen Brauversuchen am besten ankamen. „Es sind Biere für den besonderen Anlass“, sagt Bonekamp. Schließlich kosten die Flaschen auch mehr, als die bekannten Sorten aus dem Getränkemarkt.

Bei den dunklen sind es neben einem Weizen (Welter Weizen Dunkel) auch ein Rauchbier (Röster Heide) sowie ein Imperial Stout mit 8,1 Volumen-Prozent. Das Dülmener Hell gibt es als Welter Weizen hell, Roruper Premium Pils sowie das Welter Weizen Zitrus. Hierfür wurde ein auf Zitrusgeschmack gezüchteter Hopfen verwendet. Bonekamps Ziel: Wöchentlich sollen in seiner Manufaktur 300 Liter Bier entstehen. Alle Biere sind naturtrüb.

Die Zutaten kommen aus der Region. Die Gerste baut Bonekamp selber an, das Wasser kommt aus dem eigenen Brunnen, der Braukessel aus Hochmoor. Der Strom für die Brauerei ist CO2-neutral, und es gibt nur Mehrwegflaschen.

Etiketten mit Familienwappen

Abgefüllt wird das Bier in 0,33 Liter Flaschen mit Bügelverschluss. Für die Verkostung gibt es den Gerstensaft auch frisch gezapft. Auf dem Etikett ist das alte Familienwappen der Bonekamps zu sehen. Gestaltet wurden diese, wie auch die Homepage, von der Agentur Wehmeyer und Reygers. „Das ist eine tolle Sache, die Du hier auf die Beine gestellt hast“, lobt Tim Weyer, Geschäftsführer von Dülmen Marketing.

Denn ab 2020 will das Stadtmarketing mit Bonekamp kooperieren und Veranstaltungen anbieten. Zudem wird das Bier auch bei Dülmen Marketing verkauft, genauso bei Lotto Westphal in der Tibergasse sowie bei Merfelds Backstube in Rorup. Aktuell sind die Mengen noch begrenzt. Bonekamp: „Es kann auch mal sein, dass ein Bier ausverkauft ist.“

Ab November soll dann ein Werksverkauf am Freitagnachmittag und Samstagmorgen erfolgen. „Beim Spezialitätenmarkt am Samstag werden wir mit zwei Sorten vertreten sein“, so Weyer.

Neben den Biersorten bietet Dirk Bonekamp an seinem Standort an der Welter Straße auch Brauereibesichtigungen und Bier-Tastings für Gruppen ab zehn Personen an. Allerdings erst wieder im kommenden Jahr, denn 2019 ist bereits ausverkauft. Erhältlich sind die Biere im Online-Shop der Braumanufaktur. Dort gibt es auch spezielle Gläser und einen Holzkasten (als Pfandobjekt), in dem zwölf Flaschen Platz haben. Auch die Buchungen der Besichtigungen und Tastings sollen bald über die Homepage laufen.

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