Besucher schauten sich Technik im düb an
Zwei Millionen für Luft und Wasser

Dülmen. Ein neues Restaurant, ein hydraulisches Aktivbecken, ein Sprungturm mit Klettermöglichkeit und eine Freizeitwelt für Jugendliche - dafür sind die rund neun Millionen Euro im düb angelegt worden. Aber Lüftungsströme, Luftfeuchtigkeit und die Frage, wie das Wasser aufbereitet wird? Was kaum einer weiß: In die Technik sind zwei der neun Millionen Euro geflossen.

Freitag, 20.09.2019, 19:15 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 19:30 Uhr
Besucher schauten sich  Technik im düb an: Zwei Millionen für Luft und Wasser
Neue Technik für rund zwei Millionen Euro soll die Luft- und Wasserqualität im düb verbessern. Foto: Michalak

Zum Technik-Baustellengeflüster im Freizeitbad im düb fanden sich rund 80 interessierte Besucher ein. Jörn Kaluza und Christian von Schwartz vom Ingenieurbüro Inco verrieten, was sie mit dem Geld, das Geschäftsführer Georg Bergmann ihnen anvertraut hat, alles angestellt haben.

Neue Aufenthaltsqualität

„Wir werden eine völlig neue Aufenthaltsqualität im Hallenbad und im neuen Aktivbereich bekommen“, legte Kaluza die Latte in seinem Referat hoch.

Die Spezialisten für Hallenbadtechnik haben ein völlig neues Be- und Entlüftungssystem eingebaut, das sowohl Temperatur als auch Luftfeuchtigkeit optimal auf die Bedürfnisse von Personal und Badegästen anpassen soll. „Wir blasen die warme Luft in Zukunft nicht mehr von unten, sondern von oben ein. Und saugen dann unten ab“, verriet der Ingenieur den entscheidenden Trick.

Auch die Reinigung des Wassers wird auf komplett neue Füße gestellt. „Was Sie normalerweise riechen, ist nicht das Chlor, sondern das sind die Abbauprodukte des Chlors.“

Kaum noch Chlorgeruch

Je besser die Kohlefilter/Sandreinigung eingestellt sei, desto weniger sei der stechende Chlorgeruch wahrnehmbar. „Sie können im düb durchaus mit einer Wasserqualität rechnen, die Sie glauben macht, es werde gar kein Chlor mehr eingesetzt.“

Spätere Neueröffnung

Bevor die Besucher in zwei Gruppen durch die neue Technik geführt wurden, hatte Bergmann noch eine schlechte Nachricht: „Wir haben leider bei der Vergabe von zwei Gewerken Verzögerungen gehabt. Deswegen werden wir das Bad auch nicht, wie angekündigt, im Oktober oder November öffnen können.“ Das sei nun frühestens Ende des Jahres möglich.

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