Saftpresse macht Station auf dem Hof Rövekamp
Früchte zu 100 Prozent verwertet

Dülmen. Rund fünf Tonnen Äpfel wurden auf dem Hof Rövekamp von einer Saftpresse verwertet. Dabei werden die Früchte zu 100 Prozent verwertet. Denn was beim Presse übrig bleibt, verwendet Förster Thomas Rövekamp im Winter als Futter fürs Wild. Und über die nicht mehr zu pressenden Äpfel freuten sich die Hirsche.

Dienstag, 17.09.2019, 19:00 Uhr
Saftpresse macht Station auf dem Hof Rövekamp: Früchte zu 100 Prozent verwertet
Foto: Hülsheger

Wannen, Kisten und Säcke voller Äpfel stapeln sich am Dienstag auf dem Hof Rövekamp. Rund fünf Tonnen werden es über den Tag sein, die die mobile Apfelpresse von „Obst auf Rädern“ zu 100 Prozent reinem Apfelsaft verarbeiten wird. Und auch das Obst wird komplett verwertet.

Saftpresse in Dülmen

1/7
  • Foto: Patrick Hülsheger
  • Foto: Patrick Hülsheger
  • Foto: Patrick Hülsheger
  • Foto: Patrick Hülsheger
  • Foto: Patrick Hülsheger
  • Foto: Patrick Hülsheger
  • Foto: Patrick Hülsheger

Äpfel zu 100 Prozent verwertet

Die gesammelten Äpfel werden eingefüllt. Dabei werden faule und schon angeschimmelte Früchte aussortiert. Doch selbst hierfür findet Thomas Rövekamp Verwendung. „Die bekommen die Hirsche, die freuen sich“, sagt der Förster.

Sind die Äpfel eingefüllt, beginnen Norbert Menke und sein Team mit der Arbeit. Oder besser gesagt die Saftpresse erledigt ihren Dienst. Die Äpfel werden gereinigt, kleingehäckselt und dann gepresst. „Je nach Apfel werden so 60 bis 80 Prozent der Frucht verwendet“, erklärt Menke. Der Saft wird kurz auf 80 Grad erhitzt, damit er haltbar bleibt.

Abgekühlt wird er in Fünf-Liter-Portionen abgefüllt. „Selbst angebrochen ist der Saft so sechs bis acht Wochen haltbar“, erklärt Menke.

Futter fürs Wild

Und was passiert mit dem Rest aus der Presse? Da kommt wieder Förster Thomas Rövekamp ins Spiel. „Wir packen das in Säcke und im Winter wird das ans Wild verfüttert“, berichtet Rövekamp. Somit sind die fünf Tonnen Obst am Ende des Tages komplett verwertet.

Bevor das Obst in die Presse kommt, sortiert der Förster weiter aus. „Die Früchte sind in diesem Jahr kleiner. Und viele haben Sonnenbrand“, erklärt er. Die Äpfel sind an einigen Stellen verbrannt. Ist der Apfel noch fest, kommt er mit in die Presse, ist er weich, freuen sich die Hirsche.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6937906?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker