Grabungen stoßen auf Interesse
Fenster in die Vergangenheit

Dülmen. Einen Blick in oder auf Dülmens Vergangenheit können die Dülmener jetzt am Bült werfen. Im Schatten des neu entstehenden intergenerativen Zentrums einsA haben die Archäologen um Dr. Gerard Jentgens und Dr. Regina Machhaus neue Funde gemacht.

Dienstag, 03.09.2019, 17:18 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 17:27 Uhr
Grabungen stoßen auf Interesse: Fenster in die Vergangenheit
Das mittelalterliche Straßenpflaster des Bült haben die Archäologen freigelegt. Mit ein bisschen Glück lässt sich ein Blick in die ansonsten abgedeckte Grube erhaschen. Foto: Marcy

Bürger stellen Fragen

Die Grube ist mit einer blauen Plane abgedeckt. Sind die Archäologen vor Ort, erklären und zeigen sie auf Nachfragen den interessierten Bürgern bereitwillig, was sich darunter verbirgt, was sie freigelegt haben und was jetzt von ihnen kartografiert wird.

Historisches Kopfsteinpflaster

Hans-Jürgen Bulter hat wie viele andere Dülmener die Gelegenheit genutzt, mit dem Fachmann Jentgens über diese Spuren der Dülmener Geschichte zu sprechen und zeigt sich tief beeindruckt. Freigelegt wurde ein Stück des alten Bült aus dem 14. Jahrhundert. Das Straßenniveau war damals deutlich niedriger als heute. Das alte Kopfsteinpflaster ist selbst für einen Laien unschwer zu erkennen.

Blick in die Vergangenheit

Für Bulter sollte dieser Fund auch in Zukunft zu besichtigen sein. Ihm gefällt die Vorstellung, eine Panzerglasplatte im Pflaster des heutigen Bült über der Fundstelle einzulassen, durch die der Besucher auf das spätmittelalterliche Straßenstück hinunterblicken könne. Bei all den Geldsummen, die derzeit in Dülmen verbaut werden, sollte das auch noch möglich sind, findet er.

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