Erste Vorstellung der Kandidaten
CDU sucht den Bürgermeister

Dülmen. Soll es der hemdsärmelige Speditionskaufmann sein, der die Kommunikation zwischen Bürger und Rathaus deutlich verbessern möchte? Oder der smarte Verwaltungsprofi mit Dülmener Stallgeruch und Merfeld im Herzen? Oder darf es der reflektierte Manager sein, der gut im Mittelstand vernetzt ist und Dülmen als attraktiven Wirtschaftsstandort ausbauen möchte?

Mittwoch, 28.08.2019, 17:02 Uhr aktualisiert: 28.08.2019, 17:13 Uhr
Erste Vorstellung der Kandidaten: CDU sucht den Bürgermeister
Der Vorstand des CDU-Stadtverbandes lernte die drei Kandidaten am Dienstagabend im Merfelder Hof kennen. Foto: privat

Ein bisschen erinnert die Kandidatenkür der Dülmener CDU an die alte Fernsehsendung Herzblatt. Erstmals wird für die Bürgermeisterwahl im September 2020 ein Kandidat antreten, der von der CDU-Basis - nicht vom CDU-Vorstand - ins Rennen geschickt wird.

Alle 600 CDU-Mitglieder sind am 6. Februar 2020 aufgerufen, den CDU-Kandidaten, der Lisa Stremlaus Erbe im Dülmener Rathaus antreten soll, zu wählen. Alle Kandidaten bringt die DZ am Donnerstag im Porträt.

Alle drei geeignet

CDU-Fraktionschef Willi Wessels und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Markus Schmitz haben den drei Bewerbern vorab in Einzelgesprächen auf den Zahn gefühlt und waren danach der festen Überzeugung: Alle drei haben das Zeug zum Dülmener Bürgermeister.

Deshalb hatten die Kandidaten am Dienstagabend im Merfelder Hof zum ersten Mal auch die Gelegenheit, sich nacheinander dem Vorstand des CDU-Stadtverbandes zu präsentieren. Die Öffentlichkeit war dabei nicht zugelassen, Applaus und herzhaftes Lachen aus dem Saal signalisierten jedoch: Die Bewerber haben ihre Feuerprobe bestanden.

Diese erste Vorstellungsrunde war längst nicht die letzte, denn die drei Bewerber werden nun auf jeder Mitgliederversammlung der CDU in allen Ortsteilen beweisen müssen, dass sie der richtige Mann für das höchste Amt im Rathaus sind.

„Wir hätten unseren Parteifreunden sehr gerne auch eine Frau präsentiert, aber es hat sich leider keine bei uns beworben“, bedauert Schmitz. Das offene Bewerbungsverfahren lief bis Ende Juli.

Ohne Parteibuch

Der Speditionsunternehmer Klaus Weyer ist der einzige Kandidat, der kein CDU-Parteibuch in der Tasche hat.

„Für uns kam es darauf an, dass die Bewerber sich mit den Zielen der CDU identifizieren, dass sie Bürgernähe repräsentieren und innovative Ideen mitbringen, die in der Verwaltung umgesetzt werden können“, fasst Wessels das Anforderungsprofil zusammen. Daher seien parteilose Bewerber ausdrücklich zugelassen worden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6882565?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker