Grünkonzept mit Langzeitwirkung
Straßenbäume trotzen Klimawandel

Dülmen. Über die Umsetzung oder Fortschreibung des städtischen Grünkonzeptes sprach DZ-Redakteurin Claudia Marcy mit Reinhild Kluthe von der Stadt Dülmen.

Samstag, 17.08.2019, 10:00 Uhr
Grünkonzept mit Langzeitwirkung: Straßenbäume trotzen Klimawandel
Aufenthaltsqualität und Wegeführung im Stadtpark An den Wiesen sollen weiter verbessert werden. Foto: Claudia Marcy

Ist das Grünkonzept inzwischen komplett umgesetzt oder stehen noch Maßnahmen aus?

Reinhild Kluthe: Das Grünkonzept wurde im Dezember 2012 verabschiedet. Die darin erarbeiteten Maßnahmen werden seitdem sukzessive umgesetzt. Ein großer Baustein ist dabei die Begrünung der Hauptverkehrsstraßen in Dülmen mit großkronigen Bäumen.

Soll das Konzept fortgeschrieben werden?

Kluthe: Aktuell arbeitet die Stadt Dülmen an einem Förderantrag zur Umgestaltung des Stadtparks An den Wiesen. Die Aufenthaltsqualität und Wegeführung im Park soll verbessert werden. Zudem ist angedacht, den ehemaligen Verlauf des Tiberbachs in Form eines bunten Blühstreifens nachzuzeichnen.

Themen wie Insektensterben und Klimawandel sind jetzt in aller Munde - werden sie beim Grünkonzept angemessen berücksichtigt?

Kluthe: Schon damals sind auch diese Aspekte in das Grünkonzept eingeflossen. Mit Blick auf den Klimawandel wurden beispielsweise für die Straßenbegrünung Baumarten ausgewählt, die mit den sich verändernden Witterungsbedingungen besser zurecht kommen.

Verträgt sich eigentlich ein Grünkonzept auf der einen Seite mit der starken Bautätigkeit und Bodenversiegelung in Dülmen auf der anderen?

Kluthe: Tatsächlich ist die Frage „Bodenschutz versus Klimaschutz“ eine, die es bei der Stadtplanung immer wieder zu stellen gilt.

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