Dülmens erste Home Stagerin stellt sich vor
Das i-Tüpfelchen beim Immobilienverkauf

Dülmen. Dülmen ist beliebt - so beliebt, dass der dringend benötigte Wohnraum schnell vergriffen ist, wenn doch mal wieder eine halbwegs erschwingliche Immobilie angeboten wird. Doch so manches Objekt findet trotz Wohnungsknappheit keinen Käufer oder Mieter. Da kommt dann Christine Krüger ins Spiel.

Dienstag, 13.08.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 13.08.2019, 17:12 Uhr
Home Stagerin Christine Krüger in ihrem Arbeitszimmer in Dülmen. Hier pfeilt sie für jede Immobilie an einem passenden Konzept.
Home Stagerin Christine Krüger in ihrem Arbeitszimmer in Dülmen. Hier pfeilt sie für jede Immobilie an einem passenden Konzept. Foto: Beena Shaikh

Christine Krüger ist 35 Jahre alt und hat einen eher seltenen Beruf: Sie ist Dülmens einzige Home Stagerin. Das heißt, sie richtet Wohnobjekte ein - allerdings nur auf Zeit. „Ich entwickele auf die Immobilie abgestimmte Licht- und Farbkonzepte, die dann dem Verkäufer helfen, sein Objekt an den Mann zu bringen“, erklärt sie. Auch die passenden Möbel und Accessoires stellt sie für eine gewisse Zeit zur Verfügung - auch um die Größenverhältnisse eines Raumes sichtbar zu machen.

Ihr Unternehmen „ MEHRwohnensWERT “ ist noch sehr jung. „Am 1. Juni dieses Jahres ging es los“, berichtet Christine Krüger stolz. Doch zuvor mussten erst einmal ein paar Hürden genommen werden.

Optik, Geruch und Gefühl spielen große Rollen

Vor etwa einem Jahr erfuhr die gebürtige Dattelnerin dann von dem Konzept des Home Stagings. „Ich brauchte sowieso eine berufliche Veränderung und somit begann ich im vergangenen Februar eine IHK-zertifizierte Ausbildung.“ Sie lernte viel Theoretisches über Licht, Farbe und finanzielle Aspekte. Aber auch die Praxis kam nicht zu kurz. „Es ist wichtig, die Möbel besonders schnell auf- und abbauen zu können. Und mit ein paar kleinen Tricks, erspart man sich so manchen Stress.“ So zaubert sie aus Umzugskartons, einer Luftmatratze und einer Tagesdecke ein provisorisches Boxspringbett. „Das ist natürlich nur zum Anschauen gedacht“, betont sie lachend.

Neben der Optik sei besonders der Geruch eines Raumes wichtig. „Wenn ein potenzieller Käufer in ein Haus kommt, das nach Nikotin riecht, ist das nicht von Vorteil.“ Katalyselampen zur Neutralisierung kämen des Öfteren zum Einsatz. Und auch die Haptik, also der Tastsinn, müsse angesprochen werden. „Ich versuche immer viele verschiedene Materialien zu nutzen, denn die Sinneseindrücke vieler Mensch sind eher haptisch ausgelegt.“ Auch wenn das meist unbewusst geschehe.

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