Standort im Dernekamp wird aufgegeben
Kordel plant die Zukunft in Olfen

Dülmen. Trotz aller Anstrengungen durch die Wirtschaftsförderung, Kordel in Dülmen zu halten, hat das Unternehmen ein 4,9 Hektar großes Gewerbegrundstück in Olfen erworben. Hier soll die Zukunft der Produktion liegen, der Dernekamp wird aufgegeben.

Mittwoch, 10.07.2019, 18:50 Uhr aktualisiert: 10.07.2019, 21:00 Uhr
Der Dülmener Getriebehersteller Kordel gibt den Standort im Dernekamp auf und verlagert Teile seiner Produktion nach Olfen.
Der Dülmener Getriebehersteller Kordel gibt den Standort im Dernekamp auf und verlagert Teile seiner Produktion nach Olfen. Foto: Michalak

Noch vor gut zwei Jahren präsentierte Kordel Antriebstechnik sein neues, vollautomatisches Hochregallager am Standort Rödder. Der gewaltige, 25 Meter hohe Neubau wurde damals ohne kontroverse Debatte genehmigt, da der Getriebehersteller als Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler für Dülmen viel zu wichtig ist, als dass man seine Abwanderung riskieren wollte. 20 Prozent neue Arbeitsplätze versprach man sich damals von der Erweiterung des Stammsitzes in Rödder.

Kordel wandert nach Olfen

Doch jetzt wandert der zweite Kordel-Standort im Dernekamp nach Olfen aus. Hier hat das Dülmener Traditionsunternehmen ein mit 4,9 Hektar immens großes Grundstück erworben. Zum Vergleich: Am Stammsitz in Rödder ist das Unternehmen auf 3,5 Hektar ansässig.

Zwei Fertigungsabteilungen sollen in Olfen zukünftig Platz finden, zunächst ist daran gedacht, 1,5 Hektar davon zu bebauen. Reichlich Luft nach oben also, um die Produktion perspektivisch auszuweiten.

Produktionsstandort Dernekamp wird aufgegeben

Mit der neuen Fertigung im Olfener Gewerbegebiet wird Kordel seinen zweiten Produktionsstandort im Dülmener Dernekamp aufgeben. Hier gibt es derzeit keine Erweiterungsmöglichkeiten: „Wir haben sehr intensiv mit dem Landwirt, dem das angrenzende Grundstück gehört, verhandelt. Und wir haben ihm auch ein sehr attraktives Tauschangebot vorgelegt. Aber wir haben leider am Ende keine Lösung gefunden“, bedauert Wirtschaftsförderer Jürgen Schmude, dass es trotz aller Bemühungen nicht gelungen sei, Kordel in Dülmen ein passendes Angebot zu machen.

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